giant
Sonntag, 28. Januar 2018

Es kommt drauf an was man draus macht ...!

Früher gab es eine Werbung, einen Slogan, für das Bauen mit Beton, der hieß:
"Beton - es kommt drauf an was man draus macht".

Daran mußte ich denken als ich einen Artikel las der mir kürzlich zugesandt wurde.
Da ging es um Masern.
Also in Wahrheit darum, dass es Leute gibt die behaupten es gäbe sie nicht.
Die Masern-Viren.

Der Mann, der das behauptet hat bot an demjenigen 100.000,00 €uro zu zahlen, der eine wissenschaftliche Publikation nennt, die den Nachweis erbringt, dass es Masern-Viren gibt und wie groß sie sind.

Da fand sich jemand und konnte sogar sechs Publikationen vorweisen.

Der Anbieter (Viren-Verneiner) zahlte aber nicht, woraufhin der Nachweisende ihn verklagte, um ihn zur Zahlung zu zwingen.
In den ersten zwei Instanzen bekam der Nachweisende Recht und daraufhin schickte er dem säumigen Viren-Verneiner den Gerichtsvollzieher und weil immer noch nicht gezahlt wurde sollte der Mann in Erzwingungshaft - kurz bevor das passierte zahlte er schnell und legte gegen das (zweit-)instanzliche Urteil Berufung ein.

" .. Podbielski [vom Gericht bestellter Gutachter] und die Ravensburger Richter waren mithin der Überzeugung, dass Lankas Forderung nach “einer” Publikation erst nachträglich explizit eingebracht wurde und zudem ohne Bedeutung für den Streitgegenstand ist .. "

In diesem dritten Prozeß bekam er nun Recht. Weil er nur eine Publikation gefordert hatte und stattdessen sechs bekommen hatte fand das Gericht das sei ein Formfehler und deswegen mußte der Nachweisende nun das Geld zurück zahlen und die Kosten des Verfahrens tragen.

So weit so schlecht, denn ein normal denkender Laie würde doch vermuten: Sechs Nachweise sind besser als ein Nachweis, daher hat der Viren-Leugner zu zahlen.

Allein, es ist damit noch nicht getan.
Der Viren-Leugner schreibt nun an seine verblendeten Anhänger:
Der Prozeß wurde gewonnen, damit ist festgestellt es gibt keine Masern-Viren!
Kein Wort davon, dass es sechs (mindestens, aber in Wirklichkeit viel mehr) Beweise für die Existenz der Viren gab, kein Wort darüber, dass der Prozeß aus formalen Gründen gewonnen wurde und das Gericht in der Sache nicht erneut entschieden hat.

Das Fazit:
Die meist medizinisch wenig informierten Anhänger schwören nun es gäbe keine Masern-Viren und daher sei die Masern-Impfung nutzlos und zu verweigern.

So arbeiten viele der Scharlatane, die dann auf das Mitleid der Anhänger hoffen und diese um eine kleine Spende bitten. Die soll die erheblichen Kosten mindern die der Masern-Leugner hatte um all die Kinder seiner Anhänger vor einer schädlichen Impfung zu schützen.

Ein weiters interessantes Modell um Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Das scheint die Hauptmasche derer zu sein, die die "Neue Germanische Medizin" unter die Menschen bringen .... ist doch klar, was "neu" ist kostet halt ein bisserl mehr.

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