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Donnerstag, 24. August 2017

Rassismus: .... humans are driven by fear and self-hatred ....

Aus Gründen .... das Thema Rassismus nochmal aufgegriffen:

» ZITAT «

" .. Racism is not a new phenomenon and while it is an ongoing daily reality for vast numbers of people, it also often bursts from the shadows to remind us that just because we can keep ignoring the endless sequence of ‘minor’ racist incidents, racism has not gone away despite supposedly significant efforts to eliminate it. I say ‘supposedly’ because these past efforts, whatever personnel, resources and strategies have been devoted to them, have done nothing to address the underlying cause of racism and so their impact must be superficial and temporary. As the record demonstrates .. Racism – fear of, and hatred for, those of another race coupled with the beliefs that the other race is inferior and should be dominated (by your race) – is now highly visible among European populations impacted by refugee flows from the Middle East and North Africa. In addition, racism is ongoingly and highly evident among sectors of the US population but also in countries like South Africa as well as Australia and throughout Central and South America where indigenous populations are particularly impacted. But racism is a problem in many other countries too .. So why is fear and hatred of those of a different race so prominent? Let me start at the beginning .. Human socialization is essentially a process of terrorizing children into ‘thinking’ and doing what the adults around them want (irrespective of the functionality of this thought and behavior in evolutionary terms). Hence, the attitudes, beliefs, values and behaviors that most that accompanies this fear. For a comprehensive explanation of this point, see ‘Why Violence?’ and ‘Fearless Psychology and Fearful Psychology: Principles and Practice’ .. "

» ZITAT Ende «


[Quelle:
Why Are All Those Racists So Terrified?; By Robert J. Burrowes]

Wir haben Wahlkampf - und so recht wagt sich niemand an das Thema "Flüchtlinge" oder "Asylsuchende", denn ein falsches Wort zur Unzeit kann den Wahlerfolg drastisch verringern. Also "Schweigen im Walde", dafür wird uns das Thema nach der Wahl umso heftiger treffen.
Das obige Zitat habe ich als Ausgangsgedanke gewählt weil es verdeutlicht:
Nur so im Vorübergehen ist eine so tief, teilweise genetisch verankerte Lebensäußerung und daraus folgende Verhaltensweise nicht zu ändern.

Wegen dieser Komplexität des Themas - und der daraus resultierenden Notwendigkeit in die Tiefe zu gehen und nicht mit Schlagworten zu jonglieren - kann und werde ich nur einige wenige Gedanken diskutieren, die, die mir aus dem Zusammenhang am wichtigsten erscheinen.

Angst führt zu Aggression - und wenn ein Mensch Angst empfindet werden tiefe Ebenen des Verhaltens wirksam. Solche, die den Urmenschen das Überleben sichern sollten. Das ist im wesentlichen die Ausschüttung von Adrenalin, der Organismus wird in Kampfbereitschaft versetzt. Vegetative Funktionen [Reduzierung der Verdauungstätigkeit; Ausscheidung v. Stuhl & Harn] werden gebremst, es wird Energie für Muskelarbeit bereitgestellt. Klares Denken, also Überlegen und Abwägen der folgenden Handlungen sind ausgeschaltet. Es läuft eine unbewußte Folge von Verhaltensmustern ab .... so, als wären wir noch wilde Tiere ohne Bewußtsein unseres Selbst.
Zudem tragen wir Alle eine Portion Selbsthaß mit uns herum. Unausgesprochene Selbstzweifel, die Erkenntnis sich manchmal falsch entschieden zu haben, die Erkenntnis, in Teilbereichen des Wissens und Verhaltens schlechter zu sein als wir es uns wünschen und wovon wir die Außenwelt gern überzeugen wollen - ohne dass es uns gelingt. Selbsthaß ist davon abhängig wie sehr wir den jeweiligen Unzulänglichkkeiten Bedeutung zumessen. Je mehr sie uns selbst stören desto heftiger reagieren wir auf Anzeichen die zeigen, dass unsere Umwelt sie vielleicht erkannt haben könnte. Sich ertappt zu fühlen verstärkt Selbsthaß und Aggression gegen die, die vermeintlich an unserer Misere schuldig sind.
In Projektion werden so Gründe dafür gesucht wieso es die Schuld Anderer ist wenn es uns selbst schlecht geht. Wenn wir uns unwohl fühlen, wenn wir erleben, wie es in unserem Umfeld Menschen gibt die (aus unserer eigenen Sicht) erfolgreicher sind obwohl sie vermeintlich weniger dafür zu leisten scheinen. Die eigene Unzulänglichkeit wird verdrängt, weil es viel leichter ist die Schuld daran anderen in die Schuhe zu schieben.

Aus dieser Mischung von Haß und Verzweiflung über die Lebenssituation an der wir nichts ändern weil uns der Ansatz, die Fähigkeit oder die Motivation fehlen, wird dann Fremdenhaß, bzw. Haß auf Minderheiten - die anders sind als wir und die soziale Gruppe / Gesellschaftsschicht der wir uns zugehörig fühlen. Zu der wir gehören wollen. Verdrängung von Angst und Selbsthaß kumulieren so in Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Gleichzeitig ist rationale Überlegung und argumentative Aufarbeitung die zu einer Änderung der Sichtweise führen könnten nicht möglich, weil schon bei dem Gedanken an Fremdes die Urverhaltensweisen greifen und viele Menschen dann in eine Urzeit-Kampf-Stimmung verfallen die das verhindert. Beispiele dafür sind mannigfaltig, beispielsweise seien genannt: Fan-Gruppen in Stadien, Demonstrationen, Parteiveranstaltungen.

Wie soll man daran arbeiten, wie können Rassismus und Fremdenhaß eingedämmt werden? Die Politik versagt. Oder sie nutzt diese Grundlage um Stimmen zu gewinnen. Selten wird der Versuch gemacht hier ordnend und aufklärend einzuwirken. Von da ist keine Abhilfe zu erwarten.

Ich plädiere dafür es mit Rationalität und Vernunft zu versuchen, obgleich das weder leicht noch immer von Erfolg gekrönt ist. Einen Versuch ist es allemal wert.

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