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Denkfehler: Wir halten uns für Riesen und sind doch nur Zwerge.

"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit"
(George Orwell, 1984)



Dienstag, 28. Februar 2017
Die "Blütezeit" des Netzes .... (revisited)

.... sei vorbei - so läßt uns der Zukunftsforscher Matthias Horx apodiktisch wissen. Wer wenn nicht ein Zukunftsforscher sollte uns eine solche Botschaft übermitteln?

Selbsternannte "Experten" waren mir schon immer verdächtig. Genau so verhält es sich mit (exotischen) Gurus jedweder Art. Jetzt kommt noch eine Kategorie hinzu: "Zukunftsforscher", selbstredend selbsternannt. Studienabbrecher mit bunter Vita. Aber schlick & gekonnt im Geschäft des Abzockens von sogenannten "Managern". Meist wohl solchen, die - nach Peter-Prinzip - nicht mehr ein- noch aus wissen und sich deswegen an jeden Strohhalm klammern.
Sprich:
Wer ihnen zusagt sie in die Zukunft zu begleiten & ihre Probleme zu lösen hat schon gewonnen, den lukrativen Vertrag schon in der Tasche.

Um nicht verkehrt verstanden zu werden:
Was ich an diesem Herrn Horx bewundere ist sein Talent mit Phantasie Modelle zu entwickeln, sich in alternative Szenarien hinein zu denken. Ein Gedankengebäude zu formen. Es dann unbedarften Seelen anzudienen. Es für teures Geld zu verkaufen.
Das alles, ohne je dafür Verantwortung tragen zu müssen, ist doch die "Zukunft" ein weit reichender und gänzlich unbestimmter Zeitrahmen. Länger jedenfalls als es dauert um die Validität der Aussagen & den Erfolg von Maßnahmen (sofern er denn welche vorschlägt) feststellen zu können.

Wir kennen das von "Führungskräften" in den Top-Positionen. Bevor das Ergebnis ihres Wirkens offenbar wird sind sie schon zum nächsten Top-Job gehoppelt um dort ihr Unwesen zu treiben.

--- O ---

[Schauen Sie mal was der Herr Mehdorn so alles gemacht hat - und was er hinterlassen hat *: Verbrannte Erde, dysfunktionale Betriebe, Veränderungen deren Rücknahme Jahrzehnte dauern wird]

--- O ---

Wenden wir uns jetzt aber der schillernden Person mit kristallklarer Aussage zu und stellen die Frage:
Sind die Blütezeiten des Netzes vorbei - und wenn "Ja" sind es jene Gründe, die der Zukunftsforscher Horx dafür verantwortlich zu machen sucht?

Sind die Blütezeiten des Netzes vorbei - und wenn "Ja" sind es jene Gründe, die der Zukunftsforscher Horx dafür verantwortlich zu machen sucht? Skepsis scheint angebracht, seit Jahren schon (und sehr deutlich formuliert) gibt es Autoren die an den Horx'schen (Vor-) Aussagen zweifeln.

Zur Frage "Blütezeit des Netzes" - bereits in sich ein Widersinn, denn was ist eigentlich "das Netz"? Die Summe aller online-Aktivitäten? Die Summe aller (sogenannten) social media Aktivitäten? Jede Art von Datenbewegung zwischen zwei Punkten?

"Trendforscher Matthias Horx, Keynote-Speaker auf dem "European Newspaper Congress", geht mit der Hasskultur bei Facebook & Co. hart ins Gericht. "Die Gebildeten und Jüngeren ziehen sich inzwischen teil­weise wieder aus dem Netz zurück, weil sie es nicht mehr aushalten, ständig angehasst und angepöbelt zu werden", so Horx."

In diesem Zitat aus dem Bezugsartikel tauchen zwei wichtige Fakten auf. Zunächst ist dort von " .. Hasskultur bei Facebook & Co. .." die Rede. Dann heißt es " .. Die Gebildeten und Jüngeren ziehen sich inzwischen teil­weise wieder aus dem Netz zurück .. ".

Es darf bezweifelt werden, dass diese Aussage überhaupt einen Wahrheitsgehalt hat. Auf "facebook" tummeln sich weder nur "die Jüngeren", noch "die Gebildeten", noch ziehen sie sich aus facebook zurück.

Sie waren überhaupt nicht erst dort

  • und können sich schon deswegen nicht "zurückziehen".

 
Laut verschiedener Untersuchungen ist die Altersstruktur bei facebook in allen Altersgruppen ähnlich. Sie spiegelt die Gesamtaltersstruktur der an Computer- & Mobiltelefonnutzung teilhabenden Bevölkerung wider. Es ist eine Binsenweisheit die Herr Horx übersieht:
Mehr Personen als in einer Altersgruppe tatsächlich vorhanden sind können das entsprechende Medium nicht nutzen.

Die sehr Jungen weichen zunehmend² auf Dienste wie WhatsApp und Instagram aus, was den Rückgang bei facebook zum Teil erklärt. Bei älteren Nutzern - insbesondere jenen die bereits zuvor Erfahrungen z.B. mit Weblogs gemacht haben und die umfangreicheren Möglichkeiten dort schätzen - gibt es einen Trend sich in den sozialen Netzwerken zu präsentieren, dies aber, um auf ihre Angebote in den Weblogs aufmerksam zu machen [Beispiel: "Pflasterritzenflora" | H. U. Gresch]. Es ist dementsprechend kein Rückzug, sondern eine bewußt gewählte Strategie der Eigenwerbung.

" .. Dass sich Jugendliche immer weniger für Facebook interessieren, trifft hingegen nur teilweise zu. Die Reichweite in den jüngeren Altersgruppen ist immer noch riesig und wächst – nur eben langsamer als in den anderen Alterssegmenten⁵. Doch auch der Trend hin zum Messenger-Dienst ist deutlich erkennbar, hier liegt WhatsApp mit 35 Millionen Nutzern in Deutschland ganz weit vorne und auch Snapchat ist weiter im Kommen .. " - es verwundert dabei kaum, dass im jüngeren Segment weniger Zuwachs³ festgestellt wird: Ist doch die Zahl der Nutzer dort schon (im Vergleich zu anderen Altersgruppen) überproportional.

Betrachtet man die Daten¹ zur Bildung, zu Vorlieben was Medien angeht und zur Selbstauskunft zum Bildungsgrad, so steht fest: Bestenfalls mittlerer Bildungsgrad stellt die Mehrheit der facebook-Nutzer dar [Hierbei wird der High School Aabschluß einem mittleren Bildungsgrad, der Collegabschluß dem Abitur gleichgestellt; Vollakademiker sind unter "Grad." eingegliedert.]. Das wird noch deutlicher, wenn man die Top-Branchen⁴ ansieht, aus denen diese Nutzer kommen. Mehr als die Hälfte der Personen arbeitet in Berufsfeldern die eine Lehre oder Facharbeiterprüfung als Qualifikation voraussetzen.

Das Niveau der facebook-Nutzer kann sehr leicht - exemplarisch, stichprobenartig - überprüft werden wenn man einen Blick darauf wirft⁵ und sich den zugehörigen Bildungsgrad vorstellt. Ich gehe hier von einer "begründeten Annahme" aus, wissenschaftlich nicht exakt, aber immerhin besser als in die Luft geschaut und etwas 'erfunden'. Wie es vermutlich der Herr Zukunftsforscher macht.

Abschließend und zusammenfassend stelle ich fest:
Es gibt keinen überproportionalen Schwund an Teilnehmern, wohl aber eine Verschiebung zwischen den verschiedenen Angeboten. Es gibt in den jüngeren Altergruppen eine gewisse Sättigung, sodaß die Zahl derer sinkt die das Angebot wollen, kompensiert nur teilweise durch die neu hinzukommenden Benutzer.
Es gibt auch keine größere Zahl von Gebildeten⁰ die abwandern könnten, weil die zu keiner Zeit besonders aktive facebook-Benutzer gewesen sind. Sie stellen eine Minderheit derer, die sich dort tummeln⁵. Die gebildeteren Internetaktiven sind ihren Wurzeln treu geblieben, mit gelegentlichen Ausflügen zu "twitter" (das heute Zehn-Jahres-Jubiläum feiert).

Rückblickend betrachtet sehe ich - selbst Webseitenbetreiber seit 2001 & aktiver Blogger seit 2003 - die Situation der (Freizeit-) online Aktivitäten folgendermaßen:

  1. Um die Jahrtausendwende gab es nur wenige Nutzungsarten des rudimentär vorhandenen Internets für das breite Publikum.
    Eigens gestaltete, persönlich Webseiten auf eigener Domain - mit damals noch erheblichen Kosten, da das 'hosting' in Deutschland (im Gegensatz zu den U.S.A.) außerordentlich teuer war.
  2. Mit der Schaffung von Blogsoftware, die ohne vertiefte Kenntnisse der Programmierung zu bedienen war, die zugleich in der einfachen Version völlig kostenfrei angeboten wurde, erweiterte sich der Personenkreis, der einen Austausch von Gedanken und Informationen vornehmen konnte.
  3. Die dann immer noch vorhandene Hürde der Preise für Hardware sank in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts immer mehr - sie wurde für jedermann erschwinglich und schließlich durch die Entwicklung der "smart"phones allgemein verfügbar.
    Was im Rückblick immer vergessen wird ist die mangelhafte Struktur der Datenanbindung - ein Umstand, der bis heute anhält!
  4. In den Anfangsjahren des Bloggens etablierten sich zunächst kleinere Vernetzungen zwischen den dann Bloggenden, was eine Einstiegsbarriere für später Hinzukommende darstellte. Teilweise wurde von den neuen Möglichkeiten so umfangreich Gebrauch gemacht, dass die Plattformen geschlossen wurden [z.B. "antville"], weil der Anstieg nicht mehr zu bewältigen war. Eine sehr umfassende & ins Detail gehende Untersuchung von Jan Schmidt beleuchtet die Hintergründe und wissenschaftlichen Befunde am Beispiel von "twoday" aus der Zeit 2004/2005. Sehr empfehlenswert.
  5. Während der Wachstumsphase zu Beginn (bis ca. 2008) waren sowohl die Qualität als auch die Beteiligung durch Kommentare angewachsen. Was sich von da an verlangsamte, da die Bedienbarkeit der zugrunde liegenden Software immer leichter wurde und sich dadurch die Nutzerstruktur auf solche Personen ausweitete, die einen deutlich niedrigeren Anspruch hatten und dadurch das Niveau der Diskussion und die Beitragsqualität pauschal senkten. Viele Blogs verkamen rasant zu Teenager-Tagebuch Stories. Einhergehend mit einer Verrohung der Sitten.
  6. Dies hatte wiederum einen weiteren Verfall der Qualität zur Folge, da sich nun die "early adopters" aus den Plattformen zurückzogen und zu individuellen Lösungen für ihre weitere Blogaktivität übergingen. Mangels "Feinden" verschwanden auch die notorischen Störer, die, zusammengerottet als Mob, kaum Substanz aber viel Unruhe beigesteuert hatten. Die vorher geknüpften Netzwerke wurden kleiner, weil nicht alle Teilnehmenden diesen Schritt zur losgelösten Individualität mitmachen wollten. Der - in den meisten Fällen - den technischen Aufwand erhöhte ohne den inhaltlichen Teil zu verbessern. Der Gewinn lag im wesentlichen im Design und sogenannten "features", was bei den Plattformen nur zögerlich vorankam.
  7. Die Folge war ein Schrumpfen des Plattformangebotes. Fusionen und Aufkäufe taten ihr Übriges die Zahl der Möglichkeiten zu verkleinern. Einige der frühen Anbieter (20six) sind völlig verschwunden, andere dümpeln mit einer puristischen Note und wenigen Überzeugten ohne nennenswertes Wachstum dahin (Serendipity).
  8. In die entstandene "Lücke" fielen die Angebote von Studi-Plattformen, facebook und twitter. Letzteres mit facebook kaum zu vergleichen, denn trotz der Beschränkung der Zeichen sinnvolle "tweets" zu verfassen erfordert eine Grundintelligenz. twitter ist daher nicht massentauglich - wenngleich es immer wieder erstaunt welche Abweichungen hiervon vorhanden sind.
  9. Einfach ausgedrückt:
    Ein gut geführtes & gepflegtes Weblog ist die beste Ausdrucksmöglichkeit für Menschen, die ein Thema gründlich bearbeiten wollen & können.
    "twitter" bietet sich für die Eiligen, besser Gebildeten an, die mit wenigen Worten witzig, spritzig zum Kern kommen können.
    "facebook" macht es selbst weniger ausdrucksstarken Menschen möglich sich im Internet zu äußern. Ob letzteres⁶ der Menschheit einen Dienst erweist bezweifle ich allerdings.

Thema "Hass­kul­tur bei Face­book & Co.", wobei ich mir wieder einen etwas ausschweifenden Bogen erlaube, nur Hass wäre ja langweilig. Besser ist richtig Zoff, so mit Anwalt & Gerichten ...! Nein, nicht wirklich, aber ein Schlenker zu den von Horx so gepriesenen "Qualitätsmedien" muß erlaubt sein.

"For 15 years Little Green Footballs has been a leading source of unique stories and opinion about news, politics, art, culture and music, as well as a host for one of the best commenting communities on the web, wonderfully free of the trolls and haters that plague most comment sections."

[Quelle des Zitates]

Dieses Zitat stelle ich deswegen an den Anfang, weil es beweist:
Es geht auch anders als mit Pöbelei & Hasstiraden in Kommentaren. Anders als Herr Horx in seiner eher generellen Aussage sehe ich die Ursache in dem Mix des Publikums, dem Umgang mit Störern und dem angestrebten Leser- (und Schreiber-) niveau eines Veröffentlichungsmediums:

Je breiter angelegt und je weniger spezifisch die Inhalte sind, desto wahrscheinlicher sind Entgleisungen. Das ist einfach erklärt. Wenn ein Leser etwas nicht versteht hat er (mindestens) drei Möglichkeiten der Reaktion:
Wegsurfen,
lächerlich machen,
gegenhalten, oft aggressiv.

Je komplexer also die Erörterungen sind, umso mehr "Ausschlag" an Emotionen werden sie hervorrufen - und wegen der (relativen) Anonymität überschlagen sich oft die überhitzten Argumente, gleiten ins Persönliche und manchmal sogar Gesetzwidrige ab.

Wenn der Anspruch eines Blogs erhalten wird werden jene, die die Inhalte nicht verstehen irgendwann aufgeben und weg bleiben. Erste Gruppe eliminiert.

Es ist die Aufgabe der Moderation für Ordnung zu sorgen, damit sollte es wenigstens eine Weile Ruhe geben, weil ganz ohne diese Begleiterscheinung der "Leserbriefersatz-Kommentare" wird es nie gehen. Der Unterschied - und das verkennt Herr Horx völlig - zu einem Leserbriefkasten bei Redaktionen ist deren Möglichkeit Harmonie zu suggerieren indem die Störer ausgesondert und gar nicht erst veröffentlicht werden. Das ist aus meiner Sicht nicht "besser" im Sinne von mehr Qualität, auch nicht demokratisch, sondern Machtausübung im Sinne von Meinungssteuerung der Massen. Moderation & ein bekannter, streng eingehaltener Ordnungsrahmen lösen nicht das Problem mit Aggressiven. Sie machen das Lesen für die wirklich interessierten einfacher. Bei "telepolis" hilft beispielsweise eine Bewertung der Qualität durch Mitkommentatoren Auswüchse zu vermeiden.

"Verächtlich machen", die dritte Variante, kann nach dem Prinzip "Gleiches mit gleichem vergelten" (nicht so gute Wahl) oder durch völliges Ignorieren (beste Wahl) angegangen werden. Die Agierenden laufen ins Leere, ihre Attacken laufen sich tot. Es wird ruhig.

" .. Wenn sich herausstellt, dass Facebook durch die Hasskappen der Welt übernommen wird, wird irgendwann niemand mehr zu Facebook gehen .. " so schreibt Horx und es steckt die Unterstellung darin, dass facebook das etwa nicht recht sein könnte. Ich behaupte das Gegenteil, denn der Umgang mit Reklamationen - selbst von staatlichen Stellen - beweist genau das Gegenteil. Es interessiert facebook nur vordergründig welche INHALTE bewegt werden. Worauf es ankommt sind die DATEN der Nutzer:
Bargeld lacht! Jede Information die Geld bringt wird verarbeitet, da stören Untersuchungen des "WIE?" "WARUM?" oder "WAS?" nur bei der Generierung von 'profit'.

Was an 'usern' an einem Ende verloren geht wird am anderen Ende neu einsteigen .... die Schwankungen bedingen sich nur aus den absolut vorhandenen potentiellen Nutzern, deren Zahl schwankt ja ebenfalls nach Jahrgängen.

facebook ist
das Unterschichtenfernsehen
übertragen auf 'print'

  • so einfach, so klar, so falsch eingeschätzt vom Zukunftsforscher. Ein umfassenderes Fazit (auch) hierzu folgt ganz am Ende des Beitrages

" .. Die Medien werden sich wieder auf ihre geistig-­kulturellen Kern­funktionen besinnen .. " - das wird nicht genügen. Die Kernfunktion der Medien ist als Vierte Gewalt die drei anderen Gewalten des demokratischen Staates zu kontrollieren. Das werden sie weder analog noch digital schaffen wenn die Parole so verstanden werden soll, dass sie es jetzt schon ganz richtig machen. Gerade für die als leuchtendes Beispiel für einen gelungenen analog-digitalen Auftritt benannte "Zeit" ist eine politische Nähe insgesamt und speziell durch ihre Redaktionsmitglieder zu verzeichnen. Nicht nur auf das Inland bezogen, auch für andere Regierungen.

" .. weil der Kern dessen, was sie tun, authentische Sinnproduktion ist .. " - einer dieser kryptischn Horx-Sätze die Alles oder Nichts bedeuten können:
Wenn Redaktionen mit Lobbyisten, Verbänden und einzelnen Regierungsvertretern eng verbunden sind erweckt das mindestens den Anschein von Parteilichkeit. Nicht von "Sinnproduktion" im Sinne (!) der Bevölkerung die diese Blätter bezahlen.

Das Gegenteil also von vorurteilsfreier, ausgewogener Berichterstattung. Vielleicht spricht Horx deswegen von " .. wirklich guten Quali­tätsmedien .. " und erspart es sich, diese leere Floskel mit Inhalt zu füllen. Die Qualitätsmedien arbeiten allesamt mit den Agenturmeldungen, nur vereinzelt werden noch Eigenrecherchen durchgeführt. Wo da die Qualität zu finden ist bleibt rätselhaft.

Großverlage, das darf nicht unerwähnt bleiben, haben ein Interesse Politik mitzubestimmen. Richtlinien macht die Kanzlerin, gut befreundet, wie bekannt, u.a. mit Frau Springer. Kaffeekränzchen wie bei Müllers? Mit Austausch von Backrezepten? Wenig glaubhaft!

Aufklärung betreiben heute die wenigsten dieser "Qualitätsmedien". Die kommt von völlig auf sich gestellten Weblogbetreibern, Youtubern und anderen Einzelkämpfern [Markus Beckedahl (netzpolitik); Tilo Jung (Jung & naiv); alternative Redaktionen wie "Krautreporter", leserfinanziert.] - oft gerade gegen den Widerstand der Etablierten. Dort erfährt der Leser Hintergründe, die aus falsch verstandener Staatsräson oder Angst um die eigene Position im Verteilungskampf um Anzeigengelder in den großen Häusern nicht mehr zu finden sind.

Fazit, und jetzt ernenne ich mich zum "Zukunftsforscher":

Nicht die "Qualitätsmedien" werden uns wahrhaftig informieren, sondern kommentierende Aggregatoren, Spartenblogs & kommentierte Videomitschnitte.
Nicht die "Blütezeit", sondern der "Honeymoon" ist vorbei. Die Konsolidierung, schon weit fortgeschritten was die Bloglandschaft angeht, wird sich weiter fortsetzen. Übrig bleibt dann irgendwann ein Konglomerat aus Einzelkämpfern, Gruppenkämpfern und Massenveröffentlichern.

Also wie schon immer.
Nur überwiegend elektronisch ....


* Mehdorn-Bilanz

  • Focke-Wulf: nicht mehr existent;
  • Heidelberger Druckmaschinen AG: Expansionswut & Rücknahme, Konkurs konnte von Nachfolge abgewehrt werden;
  • Deutsche Bahn AG: Infrastruktur marode, Fahrgastzahlen sinken; Gescheiterte Privatisierung, Datenaffäre.
  • Air Berlin: durch unflexible Reaktion Sanierung mißlungen;
  • Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: OK, da waren viele schlimme 'Köche' beteiligt den Brei anbrennen zu lassen .... und nur einer davon war Herr Mehdorn, Schröder-Freund, ein wenig glücklos und doch hoch gelobt.

  • Datenquellen:
    ⁰ Sammlung von Abbildungen [facebook-Nutzer] ▶ LINK
    ¹ buggisch.wordpress.com
    ² www.social-media-aachen.de
    ³ de.statista.com
    www.thomashutter.com
    allfacebook.de
    ⁶ Sammlung von Zitaten [aus facebook]; [via "Lockere Schraube"]LINK

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    Samstag, 25. Februar 2017
    Wieder mal: Zweierlei Maß

    .. Sadly, even though there has been this many cases reported in the UK and the practice is illegal, there has been NOT ONE prosecution over this. How can these people keep breaking our laws?
    Muslims need to be made aware that this cruel action won’t be tolerated in Western nations, including ours. Just as with honor killings, they should be held accountable when they do something awful to children they claim to love ..
    [Quelle; ein Schmierblatt übelster Sorte, weitgehend auf Meinung statt Fakten beruhend - hier nur zitiert um den Text der Wirklichkeit entgegen zu stellen]

    Der Autor dieses Machwerks, strotzend vor Selbstgerechtigkeit, sollte in dem Buch lesen was den christlichen Fundamentalisten doch so wichtig ist:

    PSALM 1:1
    How blessed is the man who does not walk in the counsel of the wicked, Nor stand in the path of sinners, Nor sit in the seat of scoffers!

    Übersetzung: [Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt!]

    Als einzige Handlungsweise bliebe dann die Beschneidung von Knaben genauso abzulehnen und mit gleicher Energie & Lautstärke dagegen vorzugehen wie gegen die Beschneidung von Mädchen.

    Was für eine armselige Welt in der diese Verstümmelung von kleinen Kindern auch noch in vermeintlichen Rechtsstaaten wie dem unseren unter der scheinbar alles Abgründige entschuldigenden Überschrift "Religionsfreiheit" nicht nur geduldet, sondern sogar durch Sondergesetze ausdrücklich erlaubt wird.

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    Montag, 20. Februar 2017
    Zu flach für eine Schmierenkomödie ....

    cdr
     
    Zu flach für eine Schmierenkomödie und völlig ohne Witz. Man müßte das in den USA so beliebte Zuschauerlachen als Hintergrundgeräusch einspielen und selbst dann wäre es kaum zu ertragen. Was sich derzeit in Washington abspielt ist eine Tragödie. Für die gesamte Welt.

    1
    Ein "Präsidentendarsteller" der Fakten haßt und daher in einer selbstgeschaffenen Fiktion lebt. Getrieben von Narzißmus, ungetrübt von jeder vertieften Kenntnis selbst in wesentlichen Aufgaben seines Amtes. Er schaut sich Fernsehnachrichten an
     

    cdr
     
    und hält das was er dort sieht für die Wahrheit [# last night in Sweden] - dann läßt er seine 'follower' befragen und da die das gleiche gesehen haben stimmen die Ergebnisse mit dem überein was er daraus behalten hat. Eine positive Rückkoppelung die ihn behaupten läßt er habe 100% Zustimmung;

    2
    Eine undurchsichtige, fremdenfeindliche "graue Eminenz" die im Hintergrund die Fäden zieht. Nach Aussage von Beobachtern und wegen der Äußerungen im rechtspopulistischen Blatt "Breitbart" [taz zu Gegenmaßnahmen].
    Alle derzeit bekannten 'Köpfe' des 45. Präsidententeams inclusive des Präsidenten selbst verhalten sich genau so wie Breitbart:
    Wird eine Unwahrheit nachgewiesen unterstellt man der (korrekt berichtenden) Presse Voreingenommenheit & Verfälschung der Tatsachen;

    3
    Eine pathologische Lügnerin* als Darstellerin des Postens "Sprecherin des Weißen Hauses". Erfinderin des Begriffes "alternative Fakten" - was zugegeben viel besser klingt als "dreiste Lügen";

    4
    Ein präpotenter Jüngling, ungehobelt, unhöflich, schnodderig, unsympathisch und ohne einschlägige Erfahrung, der den "Sicherheitsberater" des Präsidenten geben darf. Dazu auswendig herunterleiert was sein Rechtsverständnis ist, was er aus seiner Ausbildung noch behalten hat. Passend [Video] zur sonstigen Lügnergilde rund um Trump;
    [We see a person who is trying too hard. That’s not an attractive quality, when we see someone pushing and trying too hard.]

    5
    Ein militärisch-strammer Holzkopf, Navy-Reservist, das Klischee des geistlosen aber zackigen Karrieresoldaten, der die Pressekonferenz mit einem Morgenappell bei den Marines verwechselt und offenbar hat er nie etwas anderes als (para- &) militärischen Drill im Sinn wenn er mit seiner Umgebung kommuniziert ....

    ◢ ◣
    ◥ ◤

    Zugleich wird deutlich was das sogenannte "home schooling" anrichtet: Es werden religiös geprägte Dummköpfe produziert, denen die einfachsten Grundlagen in den meisten Fächern fehlen - wie sollte es auch anders sein? Nur was ihre Eltern selbst wissen (oder noch aus der Schule erinnern?) können sie an die Sprößlinge weitergeben .... und wer schon mal in einer US High School Zeit verbracht hat weiß, dass das was dort gelernt werden muß, um den Abschluß zu bekommen, in etwa dem entspricht was Schüler hierzulande nach einem Hauptschulabschluß wissen.

    Es gibt sie aber, die gebildetere Schicht, nur stellt sie eine Minderheit dar. Was da so an Beurteilung der Regierung Trump geschrieben wird ist sehr pointiert, hier zum Abschluß einige Zitate:

    • These fools’ utter inability to string a logical sentence together makes me feel like I’m the one going crazy.

    • Did you read the transcript? I could not tell whether it was real. This guy is beyond parody at this point.

    • I couldn’t bear to watch the clip. Did anyone tell Sean Spicer that Frederick Douglass has been dead since 1895? What was his reaction?

    ◢ ◣
    ◥ ◤

    So, liebe Lesende, das war nun wirklich das allerletzte Mal - zukünftig werde ich zu dem Schrott der aus dem "White House" kommt nichts mehr schreiben.

    * cdr
     

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    Dienstag, 17. Januar 2017
    "Eine Zensur findet nicht statt .... "


    - so heißt es in unserem Grundgesetz.

    Bedauerlicherweise ist das mittlerweile nur noch eingeschränkt gültig. Es gibt zunehmend Einflüsse die aktiv & passiv verhindern, dass Jeder Alles erfahren kann was rund um die Welt veröffentlicht wird. Das Meiste davon in nicht-staatlichen Medien. Vieles in freien Kanälen und - seit dessen rasantem Wachstum zu Beginn der neunziger Jahre - dem Internet.

    Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen:
    Selbstverständlich kann man alle Veröffentlichungen irgendwie erreichen wenn man über die zugehörige Webadresse verfügt. Die Einschränkung liegt in den Suchmaschinenalgorithmen und wird in den sogenannten "sozialen Medien" ausgeübt.

    Jede Suche führt nur zu den Ergebnissen, die von den dort vorhandenen Steuermechanismen dem jeweiligen Nutzer zugeordnet werden. Dazu werden Profile erstellt und über längere Zeiträume "verfeinert" - und zwar ohne dass der Nutzer darauf einen Einfluß hat. Was also als Ergebnis einer Suche ausgeworfen wird unterliegt den von den Betreibern ausgewählten Kriterien. Der Nutzer ist dem hilflos ausgeliefert.

    Das führt z.B. dazu, dass mir im 'counter' [bei einer Suche von usern über Google] angezeigt wird dieser Suchende habe meine Inhalte an Position (2) angezeigt bekommen - suche ich selbst mit den identischen Suchbegriffen so finde ich oft diese Ergebnisse erst auf der zweiten oder dritten Seite [was bei Anzeige von 10 Ergebnissen auf einer Seite Position 11 - 30 entspricht].

    Gleichsinnig arbeiten die Auswahlkriterien der sogenannten "sozialen Netzwerke" - was nicht zum zusammensgeschusterten Bild der Interessen und Verbindungen gehört die man dem 'user' "zuordnet" fällt unter den Tisch. So entsteht beim Nutzer der falsche Eindruck von Übereinstimmung der eigenen Sicht der Welt mit einer großen Masse. Wie Andere die Dinge sehen wird ausgeblendet. Eine meiner Meinung nach gefährliche und unzulässige Handlungsweise, verzerrt sie doch völlig das Bild der Wirklichkeit.

    Bei "facebook" kann ich nicht mitreden weil ich dort nicht angemeldet bin. Bei "twitter" habe ich in der sogenannten "timeline" nicht die Ergebnisse aller accounts die von mir "gefolgt" werden, sondern immer nur eine Auswahl - zu deren Kriterien ich weder Zugang habe, geschweige denn kann ich darauf Einfluß nehmen. Das ist einer der Gründe warum ich "twitter" nur noch sporadisch besuche.

    Den Sinn von "pinterest" habe ich bisher nicht ergründen können - weil alle Eigenschaften dort bisher und weiterhin auch ohne diese Platform zu erledigen sind: Fremde Bilder speichern & archivieren, nach bestimmten Stichworten Bilder suchen, ähnliche Bilder miteinander vergleichen .... all das habe ich zuvor schon ohne "pinterest" machen können. Vielseitiger als "pinterest" ist nach meiner Auffassung "deviant art", u.a. deswegen, weil dort aktuell entstandene Kunst gezeigt wird.

    Was ich zunehmend feststelle ist eine Einschränkung dessen, was mir bei "pinterest" zur Ansicht angeboten wird.

    Zusammenfassend sieht es so aus:
    All diese Einschränkungen der oben behandelten "Netzwerke" sind auf einfältige Nutzer zugeschnitten denen man zum Fraß vorwirft was vermeintlich gut für sie ist und sie interessieren soll.
    Das erinnert sehr an das Vorgehen von Microsoft mit der Bevormundung der Benutzer - sie werden daran gehindert selbst einfache Schritte, geringfügige Änderungen an ihrem Betriebssystem vorzunehmen. Sie werden "entmündigt", und genau so verhält es sich mit den Suchmaschinen und den sogenannten "sozialen Medien".

    So greift ineinander was denen in die Hände spielt die die Macht im Staate und in der Wirtschaft haben. Der Einzelne wird 'dumm' gehalten oder graduell 'verdummt'. Es wird eine vermeintliche Zugehörigkeit zu einer Mehrheit vorgegaukelt, die eine verquere Sicht der Welt verstärkt. Es wird eine Sicherheit, ja Geborgenheit, im Kreise Gleichgesinnter vorgegeben die jeglichen Blick für die Wirklichkeit versperrt.

    Die Gefahr solcher Manipulation ist offensichtlich. Ich kenne auch wenige Veröffentlichungen die sich mit diesem Problem beschäftigen das leise und schleichend die Meinungsbildung und die Kommunikationsfreiheit einschränkt. Möglicherweise liegt das daran, dass mir nur bestimmte Inhalte bei der Suche angezeigt werden ..?!

    [01-2017]

    1. Wortlaut Artikel 5 GG
    2. Allgemeine Erörterung zu 5staatlicher Zensur
    3. Unterpunkt "Kommunikationsfreiheit"

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    Montag, 26. Dezember 2016
    Aleppo *update* (27-12-2016)
    [Quelle des Textauszugs]

    Es wurde viel geschrieben und lamentiert - und nun ist der Chor der westlichen, pro-Nato & -Intervention in Syrien sehr, sehr leise geworden .... schon die Wortwahl zeigte, welche Absichten in unseren "Qualitätsmedien" verfolgt wurden:
    Immer wenn von Assad geschrieben und gesprochen wird vergißt man nicht vor den Namen das Wort "Diktator" zu setzen. Oft mit 'schmückenden' Adjektiven, die ich hier nicht wiederholen will.

    Der Mann ist von einer Mehrheit in seinem Land gewählt, "Diktator" wird er genannt um diese Tatsache zu verschleiern. Er ist - wie viele der Staatsmänner im Nahen Osten, man denke nur an die US-Freunde in Saudi-Arabien - bestimmt nicht Politiker in dem Sinne wie wir es hierzulande verstehen (& trotzdem nicht vorfinden!), aber immerhin durch Wahl legitimiert von seinem Volk.

    Selbst geflüchtete Syrer, von denen ich einige kennengelernt habe, sind davon überzeugt, dass es ohne ihn in Syrien nicht zu einem Frieden kommen kann .... und würde er 'weggefegt', wie es sich einige der naïven US-Kräfte wünschen um ihren Alliierten in der Region einen Gefallen zu tun und den Iran zu ärgern, so wäre ein totales Chaos unausweichlich. Schlimmer jedenfalls als das, was wir dort in den letzten 50 Jahren schon erlebt haben.

    Auch die Enthaltung bei der Israel-Resolution durch die Amerikaner ist kein Anzeichen dafür, dass sich an deren Politik etwas wesentlich ändert. Ein Tritt in die Kniekehle der Opposition in Washington, ein "Ätschmann!" des ausgehenden Präsidenten, mehr nicht. Dafür wird Trump mit seinem Kabinett vorwiegend aus früheren Militärs schon sorgen.

    PS:
    Ich empfehle sehr bei MATO's Blog auch die früheren Artikel zu Syrien zu lesen - was an Objektivität in den "großen Medien" fehlt ist dort Grundsatz.

     


    Siehe hierzu auch (Bild-) Zitat & den zugehörigen Artikel.

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    Dienstag, 20. Dezember 2016
    Neue Rechtschreibung ....

    .... isch kriesch die Grise:

    ["click!" vergrößert; via campogeno.wordpress.com]

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    Samstag, 5. November 2016
    "point of no return"

    Da unsere Gesellschaft nur noch Meinung und schönen Schein als Maßstab haben will, Wissen und Fakten sind sowas von 'out', sind viele meiner früheren Beiträge völlig nutzlos.

    Fachleute warnen seit vielen Jahren und mahnen zur Umkehr von stetig wachsendem Ressourcenverbrauch hin zu ökologisch vertretbarem Konsum.

    Da jedoch Geld die Welt regiert sind Versuche fundiertes Wissen zu verbreiten und die Mahnungen & Warnungen vor dem "point of no return" [in biologischen Systemen, also ökologisch, auch als "umkippen" bezeichnet] fruchtlos zwischen all den Petitessen des Alltags untergegangen - oder werden geflissentlich ignoriert, weil sie den "life style" in Unordnung bringen wenn man anfängt darüber nachzudenken.

    Das folgende Video - eineinhalb Stunden die sich lohnen! - ist via "youtube" eingebunden. Sollte es dort nicht mehr verfügbar sein habe ich eine Kopie auf meinen webspace geladen die => HIER abgerufen werden kann. Da es ca. 750 MB sind kann es etwas dauern bis es von dort abspielfertig geladen ist.


     
     
    Ansonsten verweise ich auf die "Rangliste", in der einige lesenswerte Artikel zu finden sind.
     

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    Montag, 31. Oktober 2016
    Ein Vorschlag, Frau Nahles ....

    Die Rente. Eine unendliche Geschichte - mindestens solange ich mich erinnern kann. Es sieht momentan nicht so aus, als ob sich das in absehbarer Zeit ändern würde. Sollte es aber, wenn man die Bevölkerungsentwicklung sieht.

    Es müssen neue Ideen her, das ist sicher. Denn was bisher ausprobiert wurde hat ganz offensichtlich nicht zu einem stabilen - und zugleich gerechten - System geführt.

    Zuerst müssen alle Arbeitenden gleich behandelt werden:
    Was bedeutet, dass es keine Partikularinteressen mehr geben sollte, das Rentensystem sich mehr am Gemeinwohl orientierte. Eigene Versicherungssysteme für bestimmte Berufsgruppen, wie beispielsweise Ärzte, Anwälte, Architekten, Apotheker und vor allem Beamte und ihnen gleichgestellte Arbeitnehmer sind nicht mehr zeitgemäß und müssen aufgegeben werden. Berufsgruppen, die zwar keine Beamten sind, deren Bezahlung sich aber am Beamtenbesoldungsgefüge orientiert, eingeschlossen.

    Es gibt einige Länder, in denen das mit Erfolg durchgeführt wird - und es hat nicht zur Verarmung oder Minderbewertung der Leistung besser ausgebildeter Arbeitnehmer geführt. Weder während deren aktiver, noch passiver Lebenszeit als Empfänger von Altersbezügen. Die Schweiz und die Niederlande sind solche Beispiele.

    Als nächten Schritt sollte die Frau Minister für die Rentenberechnung eine regressive Gewichtung einführen. Damit meine ich eine Reduzierung der Rentenansprüche gegenläufig zur Steigerung der tatsächlichen, aktuellen Bezüge und der daraus resultierenden Beitragszahlung. Ein Gegengewicht zur progressiven Einkommenssituation, die oft zu skurrilen Höchstverdiensten führt, weil ab einer festgelegten Grenze die Beiträge zur Rentenversicherung gekappt sind.

    Das müßte man sich so vorstellen:
    Jeder, der etwas verdient muß davon - wie bisher - seine Rentenbeiträge zahlen. Je höher aber dieses Einkommen steigt, desto geringer wird der Anteil, der später als Rente durch die Rentenanstalt gezahlt wird.

    Dies klingt möglicherweise erstmal weltfremd und kontraproduktiv. Es ist jedoch auf lange Sicht die einzige Möglichkeit eine gerechtere Rentenzahlung zu gewährleisten und dabei die soziale Komponente einer Arbeitsleistung zu honorieren.
    Denn - um nur einen Punkt herauszuheben der das klar machen kann - wenn ein Flugkapitän 12.000,- € im Monat verdient sei ihm das wegen der Verantwortung, Ausbildung und Anstrengung gegönnt. Aber ohne die vielen Menschen am Boden, die nur einen Bruchteil dieser Bezüge bekommen, wäre seine Arbeit nicht zu leisten. Diese Abhängigkeit sollte es wert sein, dass der Flugkapitän einen Teil dessen, was er an Altersbezügen zu erwarten hätte an jene abgibt, die ihm ermöglicht haben sein hohes Einkommen überhaupt erst zu erzielen.

    Konkret sähe das also so aus:

    • Je höher das Einkommen, desto mehr Einzahlung in das Rentensystem, ohne eine Begrenzung nach oben;
    • Je höher der Beitrag, desto mehr sinkt die daraus entstehende Rentenanwartschaft. Das könnte soweit gehen, dass nur eingezahlt wird, und zwar ohne Zurechnung auf die Rente.

    Dieses Modell geht davon aus, dass es den Beziehern höherer und höchster Einkommen leicht möglich ist Geld für ihren Lebensabend anzusparen um die später geringere Anwartschaft dadurch auszugleichen.
    Zugleich würde es nach dem derzeitigen Stand der Einkommen in Deutschland dazu führen, dass geringere Einkommen weiter entlastet werden könnten:
    Wenn nämlich die Einkünfte der Rentenkasse steigen ist es denkbar die Prozentpunkte für die Zahlung zu senken. Dies hätte den weiteren Vorteil Geld frei zu machen, was die Binnenwirtschaft durch mehr Kaufkraft stärken würde.

    Es wird immer verlangt, jeder möge " .. für das Alter Vorsorge treffen .. " - das ist eine richtige Forderung. Nur muß man gleichzeitig die Wirklichkeit sehen:

    Wer unterhalb des Medians verdient [derzeit mit 3.100,- € angegeben] und gar eine Familie zu ernähren hat kann davon keine (zusätzliche) Altersvorsorge betreiben. Es reicht zum Leben, nicht zur Vorsorge für die Zukunft. Stellen Sie sich dagegen einen Vorstand eines Unternehmens vor, der 12 Millionen € pro Jahr an Einkünften hat. Eine solche Person ist doch bestimmt in der Lage ein wenig Geld beiseite zu legen um im Alter nicht zu verarmen ....

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    Mittwoch, 19. Oktober 2016
    Reichsbürger

    Es heißt ja, die Geschichte sei dazu da von ihr zu lernen. Was lernen wir also aus der Geschichte in Bezug auf die plötzlichen Aktivitäten der bayerischen Verwaltung & Justiz gegen die Reichsbürger?

    Es ist ein Paradebeispiel dafür, wie mit bestimmten Adjektiven in der Berichterstattung ein Bild bei Zuhörern & ~sehern erzeugt wird, das man nur als "Zerrbild der Wirklichkeit" bezeichnen kann.

    Die meisten der Reichsbürger sind keine Rechtsradikalen, radikal und unbeirrbar sind sie allerdings schon: Wenn es nämlich um die Frage geht ob die Bundesrepublik Rechtsnachfolgerin des dritten Reiches ist. Da kommt ein glattes "Nein" - die Bundesrepublik sei, so erklärte man mir, eine GmbH mit Sitz in New York. [Siehe andere Versionen bei WIKIPEDIA]


    >>>>>> Anders als in den Medien behauptet datieren die Reichsbürger den letzten rechtlich fundierten Staat "Deutschland" auf das Kaiserreich zurück, also nicht die Grenzen von 1937, sondern die Grenzen des Kaiserreiches vor 1912. <<<<<<

    Die sogenannten "Reichsbürger" sind keine unbedeutende Minderheit, es sind eine Menge Menschen - und die wurden in den letzten Jahren immer mehr. So viele, dass schon seit Jahren die Verfassungsschützer der Bundesländer die Aktivitäten der Reichsbürger zu durchschauen und zu erfassen suchen. Da haben uns heute, 19.10.2016, am Tag dieses Zwischenfalls in Bayern, die Presse und das Fernsehen falsch informiert, möglicherweise, das muß man einräumen, aus purer Unwissenheit.

    Mich erinnert das an die Anfänge von Baader-Meinhof. Erst ganz wenige Informationen, dann plötzlich großes Getöse in den Medien und gleichzeitige Strafverschärfung für Straftaten, die man dieser Gruppe zuordnete. Der nächste Schritt war die völlige Dämonisierung ohne eine Auseinandersetzung mit den Zielen und Argumenten - und dann die totale Verfolgung mit allen Mitteln die dem Staat zur Verfügung stehen.

    Herrmann, der bayerische Innenminister, deutete schon an "intensiver" gegen diese Leute vorgehen zu wollen. Sie werden der Politik wohl unbequem, und es soll ein Exempel statuiert werden.

    Was hat denn den Förster plötzlich "nicht mehr zuverlässig für den Besitz einer Waffe" gemacht? DAS hat bisher in den Medien niemand erklärt.

    Wären Sie, liebe Lesende, nicht auch erstaunt wenn man Ihnen so ganz aus heiterem Himmel plötzlich ein bisheriges Recht absprechen wollte - nur weil sie den Staat kritisch sehen und seine rechtmäßige Existenz anzweifeln?

    Der Frage, warum g e n a u die bayerische Verwaltung dem Mann seine Waffen wegnehmen wollte hat sich noch niemand in der Berichterstattung angenommen - und da wäre doch der Ansatz für Außenstehende zu verstehen, ob dieser Verwaltungsakt gerechtfertigt oder willkürlich war. Was danach folgte ist doch nur abschließend zu beurteilen, wenn man die Hintergründe komplett überschaut.

    Soweit ich es verstanden habe:
    "ungeeignet" war der Mann nicht etwa weil er jemanden bedroht hätte, sondern lediglich, weil er von seinem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht hat und das der bayerischen Verwaltung nicht gefallen hat - das ist eine gefährliche Entwicklung, die wir so zuletzt vor '33 hatten. Und gleich nach der Hitler'schen Machtübernahme, in deren Folge alle Anderdenkenden erst angeschwärzt, dann ausgesondert, dann geächtet, und zuletzt in KZs ermordet wurden.

    Gerade der Innenminister in Bayern ist nicht zimperlich wenn es darum geht Andersdenkende anzuschwärzen, auszusondern, zu ächten, ....

    Damit ich nicht verkehrt verstanden werde:

    • Ich bin weder "Reichsbürger" noch sympathisiere ich mit deren Thesen;
    • Ich lehne jede Art von gewaltsamer Aktion zur Durchsetzung von politischen oder Weltanschauungszielen ab;
    • Ich trete hier für freie Meinungsäußerung auch von noch so abstrusen Ideen ein, selbst wenn sie mir nicht gefallen, denn sie sind ein Grundpfeiler der Demokratie.

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    Donnerstag, 13. Oktober 2016
    Der 'merkbefreite' Herr Gabriel ....

    .... ist so von sich eingenommen, dass er nicht einmal merkt was ihm da vom Verfassungsgericht als Kuckucks-Ei ins Nest gelegt wurde. Der vordergründig von ihm als SIEG gefeierte Spruch zum Begehren der 'Einstweiligen Verfügung' ist in Wahrheit eine schallende Ohrfeige für alle Beteiligten an den Verhandlungen. Sie haben es in sieben Jahren (!) nicht zustande gebracht eindeutige Regeln zu Papier zu bringen und sollten daher nicht verwundert sein, wenn ihnen ihr Machwerk nun zerpflückt wird.

    Es bleibt allerdings ein schaler Beigeschmack. Da es kaum wahrscheinlich ist die Regeln des Gerichts in den wenigen Tagen bis zur Unterschrift zu ändern wird es so kommen:

    Es wird in Kraft gesetzt und es werden Tatsachen geschaffen - so, wie es die Regierungen Merkel schon immer gemacht haben. Völlig ignorierend was Recht & Gesetz in diesem Land von ihnen als Handlung verlangen.

    "Auf Zeit spielen" (aussitzen), und "umfallen" (das Gegenteil von dem tun was der Bevölkerung versprochen wurde) sind die neuen Tugenden der Politik. Mindestens seit Kohl, Schröder und Merkel.

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    Samstag, 1. Oktober 2016
    Ein wenig wahrgenommener Skandal

    Wenn früher ein Alt-Politiker nach Brüssel abgeschoben wurde - damit er keinen Schaden mehr im Inland anrichten konnte - war das meist nicht sehr gefährlich. Im Zeitalter des Internets hat sich das gewandelt. Besonders schwerwiegend ist es im Fall des Herrn Oettinger, unserem 'ahnungslosen, dafür aber aktiven' Schwaben in Brüssel .... "heise" sagt dazu:

    " .. Seit 2014 ist Günther H. Oettinger "EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft". Das ist gut für die Wirtschaft, aber schlecht für die Gesellschaft, wie sich immer deutlicher zeigt. Oettinger gilt in Brüssel als regelrecht Lobby-hörig – was Transparency International inzwischen sogar empirisch nachgewiesen hat. Vom Start weg ließ sich der fachlich kaum bewanderte Digitalkommissar wenig von Experten beraten, vielmehr lauschte er Einflüsterern der Konzerne, beispielsweise beim Thema Netzneutralität .. "

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    Donnerstag, 8. September 2016
    Haben SIE sich schon bevorratet ..!?

    Nur mal ganz kurz und weil es mir auffällt. Wenn ich beim Einkaufen so in die Wagen der anderen Käufer schaue stelle ich zunehmend fest: Die Appelle der Regierung sich für 14 Tage zu bevorraten scheinen auf fruchtbaren Boden zu fallen.

    Lassen wir die Wahrscheinlichkeit einmal ganz außen vor ob es wahrhaftig so ernst ist.

    Lassen wir auch die Frage ruhen ob nicht jeder Haushalt schon aus grundsätzlichen Erwägungen einen Vorrat haben sollte, z.B. wenn der Strom ausfällt, wenn ein Schneechaos die Versorgung lahmlegt oder wenn das Auto für längere Zeit ausfällt und keine zweites vorhanden ist - wie soll dann der wöchentliche Großeinkauf stattfinden?

    Wenden wir uns der Logik der Aufforderung zu:

    Was, frage ich, passiert wenn nach 14 Tagen der Vorrat erschöpft ist und der Anlaß für dessen Verzehr noch weiter fortbesteht?

    Das ist eine Frage auf die ich gern von der Regierung eine Antwort hätte - allerdings nehme ich auch gern Antworten von Leser/-inne/-n an .... ;c)

    PS
    Es gäbe noch mehr Fragen:

    1. Wer kann heute noch ohne Maggi- oder Knorr-Tüten-Würze aus Grundsubstanzen der Küche etwas Schmackhaftes kochen?
    2. Warum hat die Regierung nicht auf Vorräte für die Haustiere hingewiesen?
    3. Wenn Strom & Wasser ausfallen - wie geht man dann mit Abwasser und Fäkalien um?
    4. Wenn der Nachbar weniger Vorrat hat - muß ich dann den eigenen Vorrat im Keller bewachen und welche Mittel darf ich einsetzen wenn jemand zu stehlen versucht?
    5. Werden die Atombunker aus den 60er/70er Jahren wieder in Betrieb genommen?

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    Gesellschaftsvergleich Wir streben in Europa
    danach die Gesellschaft insgesamt zu entwickeln. Zum Wohle Aller, damit...
    Mr.Yoda, 15.08.17 02:53
    "Stoffwechselschlacken" VORBEMERKUNG "Stoffwechselschlacken"³* gibt
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    Mr.Yoda, 03.08.17 15:08
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    Link Die fünftgrößte Wirtschaftsnation, der mindestens zweitwichtigste europäische Bankenplatz, das war...
    Mr.Yoda, 27.07.17 10:32
    Meinungsmanipulation ohne Absicht ...?  
    Alles nur Zufall ..?! Viele Deutsche haben ein verschrobenes Bild...
    Mr.Yoda, 17.07.17 09:31
    Wo er Recht hat hat
    er Recht, der Herr Corbyn Ist Ihnen, liebe Leser, auch...
    Mr.Yoda, 02.07.17 03:05
    "Root", "Objective" & "Goal" der
    U.S.A.-Politik Hinter Cowboy-Romantik versteckt, "Wildem Westen" und einer weltumspannenden Medienindustrie...
    Mr.Yoda, 24.06.17 10:52
    Ach, Frau Nahles, wenn Sie
    doch verstünden was Sie tun ...! Die Reform der betrieblichen...
    Mr.Yoda, 25.05.17 03:22
    Scheinheiligkeit³ Die amerikanische Position zu
    jüngsten den Ereignissen in Syrien ist gekennzeichnet von einer noch...
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    Mr.Yoda, 05.04.17 00:29
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    Mr.Yoda, 24.03.17 03:13
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    (revisited) .... sei vorbei - so läßt uns der Zukunftsforscher...
    Mr.Yoda, 28.02.17 21:04
    Wieder mal: Zweierlei Maß
    .. Sadly, even though there has been this many cases reported...
    Mr.Yoda, 25.02.17 22:30
    Zu flach für eine Schmierenkomödie
    ....   Zu flach für eine Schmierenkomödie und völlig ohne...
    Mr.Yoda, 20.02.17 11:40
    Ich teile diese Bedenken und
    gehe davon aus, was gegen den Einzelnen verwendet werden...
    mark793, 20.01.17 16:24
    Vielen Dank für die intensive
    Diskussion .... wobei ich nochmal betonen möchte: Egal in...
    Mr.Yoda, 20.01.17 14:15
    Zensur, so wie ich den
    Begriff verstehe, bezeichnet staatliches oder zumindest hoheitliches Handeln, insofern...
    mark793, 20.01.17 13:40
    Hier würde ich gerne, auch
    weil die Diskussion ein angenehmes Niveau besitzt, doch noch...
    libralop, 20.01.17 09:10
    Gut, so gesehen bin ich
    völlig bei Ihnen, das alles stößt mir auch zunehmend...
    mark793, 20.01.17 07:52
    Die Manipulation der öffentlichen Meinung
    durch das, was so als "Mainstream-Medien" bezeichnet wird war...
    Mr.Yoda, 19.01.17 23:46
    Wobei die Frage ist, ob
    das so einen Riesen-Unterschied macht. Ich habe früher zwecks...
    mark793, 18.01.17 12:38
    Die Entscheidung für die Wahl
    des Informationszugangs durch den Nutzer. Oder anders ausgedrückt: Wer...
    libralop, 18.01.17 09:47
    Wessen Entscheidung für wen oder
    was? Mir fehlt nach wie vor ein plausibler Nachweis,...
    mark793, 18.01.17 08:03



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