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Montag, 26. Dezember 2016

Aleppo *update* (27-12-2016)

[Quelle des Textauszugs]

Es wurde viel geschrieben und lamentiert - und nun ist der Chor der westlichen, pro-Nato & -Intervention in Syrien sehr, sehr leise geworden .... schon die Wortwahl zeigte, welche Absichten in unseren "Qualitätsmedien" verfolgt wurden:
Immer wenn von Assad geschrieben und gesprochen wird vergißt man nicht vor den Namen das Wort "Diktator" zu setzen. Oft mit 'schmückenden' Adjektiven, die ich hier nicht wiederholen will.

Der Mann ist von einer Mehrheit in seinem Land gewählt, "Diktator" wird er genannt um diese Tatsache zu verschleiern. Er ist - wie viele der Staatsmänner im Nahen Osten, man denke nur an die US-Freunde in Saudi-Arabien - bestimmt nicht Politiker in dem Sinne wie wir es hierzulande verstehen (& trotzdem nicht vorfinden!), aber immerhin durch Wahl legitimiert von seinem Volk.

Selbst geflüchtete Syrer, von denen ich einige kennengelernt habe, sind davon überzeugt, dass es ohne ihn in Syrien nicht zu einem Frieden kommen kann .... und würde er 'weggefegt', wie es sich einige der naïven US-Kräfte wünschen um ihren Alliierten in der Region einen Gefallen zu tun und den Iran zu ärgern, so wäre ein totales Chaos unausweichlich. Schlimmer jedenfalls als das, was wir dort in den letzten 50 Jahren schon erlebt haben.

Auch die Enthaltung bei der Israel-Resolution durch die Amerikaner ist kein Anzeichen dafür, dass sich an deren Politik etwas wesentlich ändert. Ein Tritt in die Kniekehle der Opposition in Washington, ein "Ätschmann!" des ausgehenden Präsidenten, mehr nicht. Dafür wird Trump mit seinem Kabinett vorwiegend aus früheren Militärs schon sorgen.

PS:
Ich empfehle sehr bei MATO's Blog auch die früheren Artikel zu Syrien zu lesen - was an Objektivität in den "großen Medien" fehlt ist dort Grundsatz.

 


Siehe hierzu auch (Bild-) Zitat & den zugehörigen Artikel.

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