giant

Denkfehler: Wir halten uns für Riesen und sind doch nur Zwerge.

"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit"

(George Orwell, 1984)



Dienstag, 21. Juni 2016
Revival & topaktuell: "Should I Stay or Should I Go"

.. "Should I Stay or Should I Go" is a song by the English punk rock band the Clash, from their album Combat Rock. It was written in 1981 and featured Mick Jones on lead vocals. It became the band's only number-one single on the UK Singles Chart, a decade after it was originally released ..
[Quelle | => Diese Seite in deutscher Sprache]

Tja, die Frage ob sie bleiben oder gehen sollen beschäftigt die Briten nun schon eine ganze Weile. Den Titel gibt es schon seit 1981.
Ein geradezu prophetischer Titel denkt man an BREXIT.

Für viele Positionen von "Pro" bis "Contra" gibt es gute Argumente:


  • Es stimmt beispielsweise, dass die EU selbstherrlich Entscheidungen trifft, die so von nationalen Parlamenten ungern entschieden würden - dabei hat das britische Parlament kräftig mitgewirkt, weil es die Chance sah ungeliebte Regeln durch die EU zu begründen und sich so reinzuwaschen.

  • Es stimmt allerdings auch, dass die Engländer sich aus Teilbereichen der EU-Regeln ausgeklinkt haben, sich verweigern und dementsprechend die Austrittsbefürworter es nur für einen kleinen Schritt halten sich ganz von Europa zu lösen. Die EU - so sagen die Befürworter von außerhalb - wäre besser dran die Engländer gehen zu lassen.

  • Bankenplatz London, Zollfreier Handel, Internationale Unternehmen – Großbritannien profitiert von der EU und das würde wegfallen, sagen die Austrittsgegner.

  • Stärkung des U.S.-Einflusses sei zu erwarten. Da haben die Austrittsgegner bestimt nicht Unrecht, denn mit dem britischen Gesundheitswesen geht es schon los ....

Ich fände es schade, wenn es zum Brexit kommt. Davon geht die Welt dennoch nicht unter. Es würde schwerer die EU-Gremien zu renovieren, dem EU Parlament mehr Befügnisse zu verschaffen. Allerdings ist das nur eine Verzögerung, denn die Verhältnisse in Spanien, Portugal, Griechenland und Frankreich werden da ein Umschwenken kurzfristig erzwingen. Die konservativen Kräfte sind im Niedergang begriffen - sie haben es nur noch nicht so richtig gemerkt.

"Should I Stay or Should I Go" .... solche "Verbindungen" über die Musik jedenfalls werden schon gar nicht betroffen sein ....

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Samstag, 18. Juni 2016
Wenn man vom Rathaus kommt, ist man klüger ....

Der Wahnsinn von Massenüberwachung ist mittlerweile uferlos - und angeblich "alternativlos", glaubt man den politischen Akteuren. Dabei wird bewußt oder unbewußt(?) mit den Ängsten der unbedarften Bevölkerung gespielt. Um deren Zustimmung zu erhalten gibt es jährliche Verlautbarungen über die Kriminalität. Ab und an kommen noch Zwischenberichte dazu, die an Dramatik besonders immer dann nichts zu wünschen übrig lassen, wenn wieder irgendwo auf der Welt ein verstörter Mensch zur Waffe greift und seine Mitmenschen in kleinerer oder größerer Zahl umbringt.

Natürlich wird zudem regelmäßig eine stets drohende Gefahr durch "Terrorzellen" heraufbeschworen um dann Bekämpfungsmaßnahmen anzukündigen und in die Tat umzusetzen, die in keiner Weise dazu beitragen das (vermeintliche) Problem anzugehen.

So wird u.a. eine massenhafte Datensammlung gerechtfertigt, die bei genauerem Hinsehen schon aus grundsätzlichen mathematischen Erwägungen nie zum versprochenen Ergebnis führen können.

Die Frage ist also, wie Mathematik als Beweis dafür dienen kann wie rund um den Globus ein Popanz im Namen verstärkter Sicherheitsbedürfnisse aufgebaut wird.

Mittels simpler Prozentrechnung oder einem Dreisatz kann man absolute Zahlen ins Verhältnis setzen und daraus beweisen, dass nichts von all dem Firlefanz der da betrieben wird dazu beitragen kann "Sicherheit" herzustellen.

Nur ganz kurz eine kleine Berechnung:
Wenn 10 Terroristen einen Anschlag in Frankreich aus führen, so stellen sie einen Anteil von 0,000015 Prozent der Gesamtbevölkerung [Einwohner Frankreich ca. 66.318.000] dar. Solche Prozentwerte sind schwer zu verstehen, deswegen bildet man einen Teilbetrag aus der Gesamtbevölkerung und setzt die Zahl der Übeltäter ins gleiche Verhältnis:

Ein Attentäter kommt auf 6,6 Millionen Franzosen

Zum Vergleich die Zahl der Tötungsdelikte [Mord, fahrlässige Tötung, etc.]:

430 Fälle Tötungsdelikte auf 6,6 Millionen Franzosen

Es ist also 430 mal so wahrscheinlich ermordet zu werden als von terroristischer Aktivität betroffen zu sein. Selbst wenn man 10 Terroristen annimmt ist die Zahl der gewaltsamen Todesfälle durch sie 43 mal kleiner als die durch Tötungsdelikte.

.... und trotzdem haben die Menschen viel mehr Angst vor Terroristen als vor Mördern.

Bei uns in Deutschland haben 3.690 Menschen ihr Leben durch Verkehrsunfälle verloren - dagegen stehen "0" Todesfälle durch Terrorismus in den letzten 12 Jahren.... und Sie, liebe Leser, wissen genau wie ich wovor die meisten Menschen die größere Angst haben.

Aber nehmen wir mal an die ganzen Überwachungsmaßnahmen seien nützlich. Das würde bedeuten, die zuständigen Behörden könnten die "Bösen" durch Überwachung herausfiltern.

Nun ist aber jede Methode mit einem [oder mehreren] Fehlern behaftet. Nehmen wir weiter an der Fehler sei 1% der Fälle.

Wenn man alle Franzosen durch Überwachung beobachtete wäre allein die Fehlerquote [der fälschlich als "Terrorist" identifizierten Personen] eine Zahl von 660.000 Personen.
Selbst bei einer Fehlerquote von 1 Promille handelte es sich noch um 66.000 zu Unrecht als Terroristen verdächtiger Menschen. Wie bekannt wurde der letzte Anschlag in Paris von weniger als 10 Personen ausgeführt.

Das bedeutet (am Beispiel Frankreichs):
Bei flächendeckendem screening durch Überwachungsmaßnahmen werden stets 99,9% der "Verdächtigen" zu Unrecht verdächtigt. Zudem ist noch nicht einmal sicher, ob die Missetäter tatsächlich in der als "böse" identifizierten Gruppe stecken:

Urteilen Sie selbst, ob sich der ungeheuere Aufwand an Überwachung vor dem Hintergrund dieser Zahlen "lohnt" .... meine Meinung dazu steht im esten Satz dieses Beitrages.

_
Siehe hierzu:
Exponentiell ....
Erkennbare Mängel
telepolis: Lassen sich Anschläge aus Online-Aktivitäten vorhersagen?

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Sonntag, 5. Juni 2016
Was wir aus "Hänsel & Gretel" lernen ....

.. Vor einem großen Walde wohnte ein armer Holzhacker mit seiner Frau und seinen zwei Kindern; das Bübchen hieß Hänsel und das Mädchen Gretel. Er hatte wenig zu beißen und zu brechen, und einmal, als große Teuerung ins Land kam, konnte er das tägliche Brot nicht mehr schaffen. Wie er sich nun abends im Bette Gedanken machte und sich vor Sorgen herumwälzte, seufzte er und sprach zu seiner Frau: »Was soll aus uns werden? Wie können wir unsere armen Kinder ernähren da wir für uns selbst nichts mehr haben?« »Weißt du was, Mann«, antwortete die Frau, »wir wollen morgen in aller Frühe die Kinder hinaus in den Wald führen, wo er am dicksten ist. Da machen wir ihnen ein Feuer an und geben jedem noch ein Stückchen Brot, dann gehen wir an unsere Arbeit und lassen sie allein. Sie finden den Weg nicht wieder nach Haus, und wir sind sie los.« »Nein, Frau«, sagte der Mann, »das tue ich nicht; wie sollt ich's übers Herz bringen, meine Kinder im Walde allein zu lassen! Die wilden Tiere würden bald kommen und sie zerreißen.« »Oh, du Narr«, sagte sie, »dann müssen wir alle viere Hungers sterben, du kannst nur die Bretter für die Särge hobeln«, und ließ ihm keine Ruhe, bis er einwilligte .. "
[Quelle]

Wie sehr sich doch die Zeiten geändert haben seit die Gebrüder Grimm "Hänsel & Gretel" schrieben - haben sie sich tatsächlich so sehr geändert?

Kinder sind seltener geworden in unserer Gesellschaft, daher werden sie nicht als 'Last' oder 'zusätzliche Esser' gesehen. Was allerdings immer noch nicht bedeutet, dass sich ab einem bestimmten Alter diese Einstellung nicht wandelt.
 
Ich nenne es "Entsolidarisierung", also den Beginn eines Zeitraumes in dem Eltern ihre Kinder nicht mehr als Freude, sondern als Belastung empfinden.
 
Im Tierreich kennen wir die "Nestflüchter" und die "Nesthocker", erstere sind sofort nach ihrer Geburt völlig unabhängig und oft auch auf sich alleine gestellt. Die Elterntiere gehen ihrer Wege und kümmern sich nicht mehr um den Nachwuchs.
 
Weil wir selbst uns um unsere Nachkommenschaft bemühen - die offenbar zunehmend, wenn auch oft unfreiwillig "Nesthocker" sind und viele Jahre brauchen bis sie auf eigenen Füßen stehen - neigen wir dazu solche Tiere, die sich ähnlich verhalten, sich also um ihre Jungen kümmern, mehr zu mögen als die sogenannten "Rabeneltern". Was den Raben übrigens Unrecht tut.

Im englischen Sprachraum wird der Begriff "Affordability" verwendet, was übersetzt etwa "Bezahlbarkeit" bzw. "Erschwinglichkeit" bedeutet. Das hängt wahrscheinlich mit der besonderen angelsächsischen Neigung zusammen Alles zu quantifizieren, meßbar und vergleichbar machen zu wollen. Der Begriff wird im wesentlichen dahin verstanden, ob sich 'die Joneses von nebenan' etwas mehr oder weniger leisten können als man selbst.

Da die weiterführenden Lehranstalten dort (z.B. U.S.A.; Kanada; England; Australien etc.) den Eltern erhebliche Kosten verursachen trifft der Terminus "Affordability" wahrhaftig zu. Denn es geht manches nur deswegen nicht, weil die Eltern es sich nicht leisten können. Obwohl ihre Kinder das Potential hätten. Eine besondere Ausprägung des Kapitalismus, die sich in den letzten Jahren ein wenig aufgeweicht hat, dann bedauerlicherweise die Absolventen mit einem Schuldenberg im Nacken auf Arbeitssuche entläßt.

Eine Variante zu alledem wird in Deutschland noch immer praktiziert, es ist das "Kostgeld" [eine ins Gegenteil der ursprprünglichen Bedeutung verkehrte Bezeichnung, siehe Wikipedia], das Eltern von ihren Kindern verlangen sobald diese über ein eigenes Einkommen verfügen und noch zu Hause wohnen. Es ist aus der Mode gekommen, wird von manchen Eltern aber noch verlangt und als völlig normal angesehen. Wahrscheinlich deswegen, weil sie es genau so selbst erlebt haben.

Nun ist es sehr unterschiedlich, was diese Eltern mit dem Kostgeld tun: Während es manche als Zuschlag zu ihrem Haushaltsbudget sehen, sparen es andere Menschen für ihre Kinder. Sie wollen auf diese Weise sicher sein, dass nicht im jugendlichen Überschwang Geld sinnlos verpraßt wird.

Wie gesagt, es ist nicht der Normalfall, denn meist werden Kinder bis sie das Haus verlassen hierzulande mit allem versorgt was sie brauchen, inklusive einer Ausbildung.

Davon völlig abgesetzt tritt ein weiteres, ganz unterschiedliches Problemfeld hinzu:
Die elterliche Unabhängigkeit, der Wunsch, trotz der Sorge um ihre Kinder, ein eigenes 'Privat'leben zu haben.

Je nach Alter und Typologie leben Eltern diese Wünsche ganz verschieden aus:
Während es manchen nur dann wohl ist wenn sie ihre Kinder um sich haben müssen andere ihre Kinder zwar versorgt, aber möglichst weit weg wissen - und natülich gibt es zwischen diesen beiden Extremen alle denkbaren Varianten.

Nach meiner Beobachtung - und hier komme ich auf die eingangs beschriebene "Ent­so­li­da­ri­sie­rung" zurück - sind diese Verhaltensweisen abhängig von drei Faktoren:

  • Alter
  • Bildungsstand
  • Umfeld
  • (und zwar genau in dieser Reihenfolge)
Nehmen wir beispielsweise Frau S.(35) und Herrn H.(40). Frau S. hat einen heranwachsenden Sohn M. (14). Frau S. und Herr H. wollen über das Wochenende verreisen. Der Sohn bleibt zu Hause, hütet Wohnung und Hund.
Toll, denkt der Sohn, 'sturmfrei' das ganze Wochenende!

Während also Frau S. und Herr H. sich irgendwo verwöhnen & verwöhnen lassen geht zu Hause die Post ab .... M. lädt Kumpel & Kumpelinen zum Grillfest, die Musik dröhnt, es wird von Raum zu Raum getrampelt. Toll, der M. wünscht sich es könnte immer so bleiben.
Wirklich?

Betrachten wir das nochmal genauer:
Frau S. und Herr H. haben Spaß, die Nachbarn weniger. Während sich erstere amüsieren und sich um nichts kümmern müssen treibt zu Hause der M. sein Unwesen.
Ist ihm dabei wirklich so wohl wie es den Anschein hat?
Ich bezweifle das sehr.
Er ist allein, und das in einem Alter, in dem Jugendliche Orientierung und Anleitung brauchen. In dem sie einen sicheren Rückhalt haben müssen. Der M. hingegen teilt die Aufmerksamkeit seiner Mutter mit der für ihren 'Gefährten' H. - sie hat zwar die Verantwortung für den M., ist dem alters- und intellektbedingt keineswegs gewachsen.

"Ent­so­li­da­ri­sie­rung" bei allen Beteiligten, eine traurige Geschichte, die doch anfangs so positiv aussah.

Hänsel & Gretel - von ihren Eltern verstoßen - haben es am Ende doch geschafft. Sie haben den Widrigkeiten getrotzt.
Aber das war ja ein Märchen ....

_


 
" .. Werbung und das Vorbild der Nachbarn schaffen immer neue Begierden. „Keeping up with the Joneses“, nennt man das in den USA: Die Jones von nebenan haben immer ein größeres Auto, ein schickeres Sofa, eine bessere Espresso-Maschine .. " [Quelle]


 
1
[Quelle]

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Mittwoch, 1. Juni 2016
70 = 50 ...?

Alter sei, so las ich kürzlich, lediglich eine Frage der Einstellung:

"70 ist die neue 50"!

Wer solche Thesen aufstellt - beinahe hätte ich geschrieben: Wer solchen Unfug verzapft - kann nicht älter als höchstens Mitte Vierzig sein.

Ich erinnere mich noch genau an die Zeit als ich Fünfzig war. Verglichen mit dem, wie die Umstände heute, mit Siebzig, sind, sehe ich keinen Anlaß zu Jubel oder Euphorie anläßlich des Älterwerdens.

Klar, die Zeiten haben sich geändert. Vieles, was man früher mit Siebzig nie getan hätte ist heute völlig normal. Das sieht man schon, wenn man die Kleidung älterer Leute betrachtet. 'Beige' überwiegt, oft kombiniert - es läßt sich ja so gut kombinieren - mit freundlichen, hellen Farben.

Die Patentante meiner Mutter war, solange ich mich erinnern kann, 'zeitlos' gekleidet. Schwarzes bis dunkelgraues Kleid oder Rock mit etwas hellerer Bluse, darüber eine armlose Kittelschürze, um die Hüfte eine Arbeitsschürze, die Haare zu einem Knoten ("Dutt") mit Haarnadeln auf dem Hinterkopf befestigt.

Ihr Mann, mein Großonkel, hatte eine graue Hose, meliert, mit schwarzen Fäden durchzogen und Hosenträgern. Letztere waren am Ende mit je zwei Lederschlaufen versehen, die wiederum an passend platzierten Knöpfen im Hosenbund befestigt waren. Sein Hemd war kragenlos. Den Kragen knöpfte man nur an das Hemd wenn es quasi-offizielle oder feierliche Anlässe zu begehen hieß. Darüber trug er eine graue Strickweste, die hatte ihm seine Frau selbst gestrickt, so wie mehrere andere, gleichartige, aber verschieden grau gefärbte Westen ähnlichen Zuschnitts. Wieder zu besonderen Anlässen wurde ein Sakko aus dem Schrank geholt. Die Schultern abgebürstet um den Staub zu entfernen, der sich angesammelt hatte, weil das gute Stück so lange unbenutzt im Schrank geblieben war ....

Ja, es hat sich Vieles seit Mitte des letzten Jahrhunderts geändert, aber immer zum Besseren?

Verlust, Niedergang und Aussonderung - das sind die Stichworte die mit dem Altern einhergehen. Gut, da hat sich in den letzten Jahrzehnten so manches geändert, allerdings mehr an der Oberfläche, erzwungen von den so genannten "jungen Alten" (der Begriff ist übrigens eine Erfindung der Mainzer Karnevalisten, wer hätte das gedacht?)

Verlust:
[Link] " .. die Beschäf­ti­gung mit Tod und Ster­ben wird von der älte­sten Gene­ra­tion viel stär­ker ver­drängt als dies je zuvor der Fall war .. "

Freunde und Bekannte sterben weg. Alter bedeutet zunehmende Reduzierung der Zahl von Personen, denen man vertraut. Besonders betroffen sind solche älteren Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - selbst keine Kinder haben. Gut, da gibt es Sonderfälle in denen Fremde näher stehen als eigene Kinder, die Regel ist es allerdings nicht.

Niedergang:
[Link] " .. Je älter die Leute sind desto kla­rer steht ihnen die End­lich­keit .. des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schick­sal nicht her­aus­zu­for­dern .. " schrieb ich vor einiger Zeit in einem Beitrag zum Autofahren älterer Personen.

Nichts bleibt wie es früher einmal war: Nachlassende Sehkraft, nachlassende Muskelkraft, nachlassende Reaktionsgeschwindigkeit - all das trägt zu einem erhöhten Risiko bei, das ältere Autofahrer nun einmal darstellen. Was allerdings stets vergessen wird sind die viel traurigeren (weil vermeidbaren) Risiken durch jüngere Fahrer: Alkohol, Selbstüberschätzung, überhöhtes Tempo, geringe Erfahrung in Extremsituationen. Die tatsächlichen Zahlen spiegeln lediglich die Tatsache wider, dass die Kompensation der Einschränkungen den Älteren besser gelingt als den Jüngeren sich in Zaum zu halten.

Aussonderung:
[Link] " .. Wir finan­zie­ren seit Jahr­zehn­ten ein Gesundheits-System das uns eine län­gere Lebens­er­war­tung beschert und durch diese Per­spek­tive ver­schie­ben wir gleich­zei­tig das Ren­ten­al­ter ste­tig – und zwangs­läu­fig – immer wei­ter nach hin­ten .. per Saldo gewin­nen wir (“die All­ge­mein­heit”) dadurch nichts als mehr Streß in den vie­len Arbeits­jah­ren .. "

Die ärgsten Verlierer sind jene Alten, die wegen geistigen Abbaus in Pflegeeinrichtungen 'abgeschoben' werden. Glücklicherweise erkennen viele davon nicht mehr was man ihnen da antut. Wobei der Verlust an Selbstbestimmung sicher nur ein kleiner Teil des Elends ist.

"70 ist die neue 50"! - ich korrigiere meine Einschätzung im einleitenden Absatz:
Wer sowas behauptet kann höchstens Mitte Dreissig sein.

__

Zu diesem Thema ergänzende Artikel:

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Donnerstag, 26. Mai 2016
Der IMF hat sich geirrt - sehr bedauerlich ....

.. The International Monetary Fund has finally admitted that it was wrong to recommend austerity as early as it did in 2010-2011. The IMF now agrees that it should have waited until the US and EU economies were on a sustainable growth-path before advising them to trim their budget deficits and reduce public spending. According to a report issued by the IMF’s research division, the Independent Evaluation Office (IEO): “IMF advocacy of fiscal consolidation proved to be premature for major advanced economies, as growth projections turned out to be optimistic…This policy mix was less than fully effective in promoting recovery and exacerbated adverse spillovers.”
Now there’s an understatement ..
[Quelle des Zitates]

Trotz der oben geschilderten Erkenntnis steht die neue Runde mit Griechenland unter Vorbehalt - der Schaden dürfte allerdings sehr viel größer sein als jetzt abzusehen ist.
Wider jede Vernunft wird der Totalausverkauf des sogenannten "Tafelsilbers" voran getrieben. Wer jetzt noch nicht erkannt hat um was es den Verhandlern geht dem ist nicht zu helfen:

Alles, was noch von Wert ist in Griechenland wird an "Investoren" verscherbelt werden!

Es werden genau jene "institutionellen Anleger" zugreifen die schon seit Jahren für das Chaos aus überhitzten Märkten und betrügerischen Anlagen verantwortlich sind. Das Chaos, hervorgerufen von wirtschaftswissenschaftlichen Dilettanten wie unserem Finanzminister, das nicht nur Griechenland in den Abgrund gerissen hat.

Es ist gegen jede Vernunft einen Schuldenschnitt länger zu verweigern. Weil dadurch der Zeitraum bis zur Gesundung der griechischen Staatsfinanzen immer weiter in die Zukunft geschoben wird.

Der IMF hat sich geirrt was die Maßnahmen zur Stabilisierung und Regenerierung der Wirtschaft in Griechenland angeht - sehr bedauerlich, aber wer schert sich schon um die paar Griechen wenn es darum geht das schnelle Geld zu machen?

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Dienstag, 17. Mai 2016
First we take Manhattan° ....

.
1

 

.. They sentenced me to twenty years of boredom
For trying to change the system from within
I'm coming now, I'm coming to reward them
First we take Manhattan, then we take Berlin ..
["click!" auf das Bild führt zum Original; Quelle des Textauszugs.
Argentinien, Brasilien, Chile, El Salvador, Guatemala, Kolumbien, Kuba, Nicaragua - die Liste der südamerikanischen Staaten, in denen die U.S.A. ihren Einfluß zugunsten ihrer großen Konzerne und monetären Interessen von institutionellen Anlegern mit Hilfe der Geheimdienste und gesponserter verdeckter Operationen durchgesetzt haben, ist lang. Wo immer sich ein Keim von Anti-US-Ressentiment zeigte wurde die Maschinerie der Subversion, Manipulation und Destabilisierung durch verdeckte Operationen in Gang gesetzt. Während solche 'Einmischungen' früher noch unentdeckt und lautlos von statten gingen, konnten in jüngster Zeit immer häufiger Beweise für diese gesetzes- und völkerrechtswidrigen Machenschaften veröffentlicht werden - teilweise von den Amerikanern nicht einmal abgestritten.

Die jüngsten Ereignisse in Brasilien riechen verdächtig nach Fremdeinfluß - insbesondere, wenn man die in den U.S.A. veröffentlichten Berichte über verdeckte Operationen & Querverbindungen [WIKILEAKS] liest.
Venezuela - mit seiner linksgerichteten Regierung - befürchtet nun zu Recht eine offene Einflußnahme der U.S.A. nach bewährtem Muster, nachdem die verdeckten Operationen die rechtgerichteten Kräfte im Lande soweit gestärkt haben, dass es zu einer Konfrontation ähnlich wie in Brasilien kommen könnte.

Der jüngste Amtsenthebungsprozeß in Brasilien verlief nach dem "bewährten" Muster wie in anderen südamerikanischen Staaten ab:
Unruhen wegen abbröckelnder Konjunktur, Agitation gegen die Maßnahmen der Regierung, Suche nach Schwachstellen bei der Regierungsführung, Stärkung der pro-U.S.A.-Fraktionen und Organisationen, offene Revolte im Parlament und schließlich Kaltstellen der Präsidentin.


 


 

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Donnerstag, 12. Mai 2016
WDR III, 22:10, Böttinger (2)

Die neue Sendereihe in der die Bürger zu Wort kommen ist sicher zu begrüßen - allein:
Es fehlt an Konsequenzen!

Vielleicht bin ich nur ungeduldig. Zu ungeduldig. Weil ich nicht erkennen kann was die Diskussionen und Tatsachenberichte der Gäste & Experten ausrichten sollen bzw. können.

Ein Beispiel aus der heutigen Sendung:
Ein Befragter geht auf die Besteuerung von Großunternehmen ein und erläutert, dass jeder €uro, der in Deutschland verdient wird auch hier besteuert werden sollte - und dass das die Einnahmenseite des Staates enorm verbessern könnte.

Richtig.

Die U.S.A. - bestimmt kein Beispiel für eine sozialistische Grundstimmung in Bevölkerung und Administration kennen nur dieses eine Modell:

  • Was in den U.S.A. verdient wird wird dort versteuert.
  • Wer U.S.Bürger ist versteuert dort auch sein Geld. Ohne Ausnahme.

Links zur Sendereihe von Bettina Böttinger

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Dienstag, 3. Mai 2016
Wer hat Angst vor'm Schwarzen Mann ...?

Es wird immer wieder behauptet, Deutschland setze sich einer Überfremdung, der Übermacht von Muslimen aus. Wie weit entfernt von jeder Wirklichkeit das ist läßt sich als Grafik sehr anschaulich darstellen:

["click!" auf die Abbildung vergrößert]

1
[[crea­tive com­mons: CC BY-NC-ND]]

Jede Figur in der Abbildung steht näherungsweise für eine Million Bürger in unserem Land, in der obersten Reihe sind die bereits in Deutschland befindlichen Türken dargestellt. Graue Figuren sind (angenommen) muslimisch orientierte, blaue Figuren andersgläubige Türken. Die Masse der Bevölkerung ist zu 60% christlich, davon je etwa die Hälfte katholisch oder evangelisch. 30% sind "konfessionslos" (atheistisch / agnostisch), tendenziell steigend. Mehrere andere Konfessionen ergänzen das Bild, sie sind meist sehr kleine Einheiten verglichen mit den beiden großen Kirchen.
Von denen, die sich als "christlich" bezeichnen sind ca. 50% "aktiv", nehmen in der einen oder anderen Weise am Gemeindeleben teil. 20% sagen von sich sie seien "kirchenfern" [aus "Die WELT", wie immer tendenziös] und nur noch Mitglied.
Die bereits hier lebenden Türken muslimischer Glaubensrichtungen sind zu etwa 50% religiös "aktiv", der Rest ist eher den "Konfessionslosen" zuzurechnen und ist nur noch der Bezeichnung nach muslimisch.

Insgesamt sind weniger als 5% der Bevölkerung streng gläubige Muslime, denn auch unter den Asylbewerbern ist mehr als die Hälfte nicht muslimischen Glaubens. Das als "Gefahr für das Abendland und christliche Werte" darzustellen ist absurd. Die größere Gefahr droht den christlichen Kirchen von innen - dadurch, dass ihnen der Nachwuchs ausgeht und die Älteren wegsterben.

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* Dieser Satz geht auf ein Fangspiel für Kinder zurück, das heute kaum noch jemand kennt. Ziel ist dabei, sich vom "Schwarzen Mann" möglichst lange und weit entfernt zu halten - und sich nicht von ihm fangen (berühren) zu lassen. Näheres siehe WIKIPEDIA

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Samstag, 30. April 2016
Lügen, dass sich die Balken biegen ....
Statistik aus "Die WELT"
und "echte Zahlen" des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge 2016*
im Vergleich

Hier zunächst die Abbildung aus der WELT:
["click!" auf die Abbildungen vergrößert]

1

Die Dramatik wird dadurch gesteigert, dass die Zahlen kumuliert wurden, die Balken also die Summe aus den Vormonaten enthalten, zu denen der aktuelle Monat addiert wurde - das verdoppelt (!) in etwa die Gesamtzahl. Noch dramatischer der Hinweis für Dezember > 1.000.000 [mehr als eine Million].
Wer bekommt bei diesen Zahlen keine Angst vor Überfremdung?

Die tatsächlichen Zahlen aus dem Bundesamt, wobei die erste Spalte die Summe aus den Spalten 2 und 3 darstellt:

1

Diese Statistik faßt die beiden obigen Abbildungen zusammen und stellt sie in einer Grafik dar. Die mittlere Reihe zeigt die Zahlen des Amtes kumuliert - die Grafik der WELT hat die tatsächlichen Angaben des Bundesamtes absichtlich verfälscht, und zwar indem die Zahlen unzulässigerweise addiert wurden:

1

Diese letzte Abbildung zeigt eine aktuell veröffentlichte Darstellung aus dem Bundesamt für Migration mit den ersten Monaten 2016.
Es ist zu erkennen, dass es einen Rückgang zu verzeichnen gab.

1
 
 
Zusammenfassend läßt sich feststellen:
Die tatsächlichen Asylbewerberzahlen liegen höher als die vom Bundesamt angegebenen Zahlen der Antragsteller. Das kann allerdings nicht bedeuten, dass eine Zeitung Zahlen "erfindet", die keine Basis haben, von denen aber behauptet wird es seien Zahlen des Bundesamtes.
Genaue Angaben sind - wen wunderte das? - nicht zu machen, weil eine Zahl von Angekommenen sich 'abgesetzt' hat und z.B. bei Verwandten untergekommen sein mag. Ein weitere Teil ist in andere Länder weiter gereist und wurde dewegen nicht offiziell in die (deutsche) Statistik eingearbeitet.
Ganz abgesehen von allen Zahlenspielen sollte nicht vergessen werden, dass es sich um Schicksale & Menschen handelt, die Hilfe in der Not brauchen. Die zu verweigern oder durch Trickserei zu versuchen darum herum zu kommen ist weder christlich, noch ethisch oder moralisch verantwortbar.
Genug Geld wäre bestimmt da, wenn der Herr Finanzminister es von denen holte, die durch Geldanlage Geld verdienen ....
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* BAMF Quelle 1:
pdf-Datei, Seite 10 => LINK
BAMF Quelle 2:
pdf-Datei => LINK
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Dass es auch anders geht zeigt z.B. die ausgewogene Erörterung im Tagesspiegel:
tagesspiegel

  1. 2015 kamen 1,1 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland
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Dienstag, 26. April 2016
Ins Verhältnis setzen (II)

Teil II

[Teil I zu diesem Artikel => HIER]

Schauen wir jetzt einmal auf die Fläche der Republik und sehen wo es Schwerpunkte der Individual- und Gruppenkriminalität gibt (sogenannte "Banden- oder Clanaktivität).
Diese Schwerpunkte liegen ganz eindeutig in Großstädten und großstädtischen Ballungsräumen - es ist schwerer für kriminelle Aktivität sich auf dem Lande zu verstecken. Das geht besser in der Anonymität der Großstädte, weil auf dem Lande und in kleineren Ortschaften Jeder Jeden kennt. Und deshalb ungesetzliche Aktivität viel schneller erkannt wird.

1. Frankfurt;
2. Köln;
3. Berlin;
4. Düsseldorf;
5. Hannover;
6. Dortmund;
7. Hamburg;

8. Leipzig;
9. Magdeburg;
10. Bremen;
11. Aachen;
12. Freiburg;
13. Lübeck;
14. Dresden.



Außerdem sind die Großstädte zugleich Drehkreuze für den Luftverkehr, den Bahnverkehr und die Logistik ganz allgemein. Daher kann man dort schnell hin gelangen und sich wieder entfernen.

Wegen des Bestrebens von ethnischen Gruppen sich nahe sein zu wollen - der soziokulturellen Prägung wegen, sich mehr auf Verwandte als auf staatliche Institutionen zu verlassen - sind großstädtische Randbereiche mit Großsiedlungen und preiswertem Wohnraum "Anlaufstellen" für Neuankömmlinge. Dort finden sie Rat & Hilfe, die ihnen Behörden und Organisationen nicht oder nur begrenzt anbieten. Aus der Annahme von Hilfe entsteht eine Schuld sich erkenntlich zu zeigen und gegebenenfalls etwas für den/die Gebenden zu tun. Addiert man dazu eine Unwissenheit der hiesigen Rechtsnormen, so wird offenbar, dass manche Vergehen nicht aus bösem Willen, sondern Unkenntnis geschehen mögen.

Eine Übersicht zur Gewalt- und Wirtschaftskriminalität in Europa ist sehr aufschlußreich - zeigt sich doch insbesondere, dass Deutschland im Vergleich sehr sicher ist, und die wirtschaftlichen Schäden seit Jahren rückläufig sind.
["click!" auf die Tabellen vergrößert ....]

Mord [bezogen auf je 100.000 Personen]
3
Wirtschaftsdelikte [nach Schadenshöhen]
2
Organisierte Kriminalität ["OK"] *
- nach Nationalität (incl. Deutsche)
2
- nach Zahl der Gruppen
2
- nach Schwerpunkt in D /regional
2


davon
Rocker-Kriminalität *
• in 22 Verfahren Angehörige des HellsAngelsMotorcycleClub (MC) (2013: 14)
• in 10 Verfahren Angehörige des Bandidos MC (2013: 5)
• in 4 Verfahren Angehörige des Gremium MC (2013: 4)
• in 3 Verfahren Angehörige des Mongols MC (2013: 4)
• in 9 Verfahren Angehörige weiterer MCs (2013: 5).
Die 48 OK-Verfahren waren zu rund 70 % durch deutsche Staatsangehörige dominiert.

2

Wie aus dieser - zugegeben nur fragmentarischen - Zusammenstellung zu erkennen ist, handelt es sich zwar um bedauernswerte Vorkommnisse und beklagenswerte organisierte Bandentätigkeit, es sind jedoch nicht die in der allgemeinen Darstellung vorherrschenden Gruppen, die den Kern der Kriminellen bilden.

Die Furcht von Kriminalität überrollt zu werden ist unbegründet. Die Zahlen belegen, dass es nur ein verschwindend kleiner Teil aus den verschiedenen Ethnien ist, der sich hier und in Resteuropa kriminell betätigt. Die Zahlen belegen zudem einen - wenn auch geringen - Rückgang der Kriminalität in Deutschland.

Die "gefühlte" Bedrohung von Leib. Leben und Vermögen ist also sehr viel kleiner als die allabendlichen Krimis und die Schreckensmeldungen der Presse uns Glauben machen wollen.

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  • Quelle der Abbildungen: organisierteKriminalitaetBundeslagebild2014.pdf

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Montag, 25. April 2016
Ins Verhältnis setzen (I)

Es gibt Statistiken die nicht 'lügen' - weil sie nachweisbare Fakten zählen und zusammenfassen. Die Lüge entsteht daher nicht aus der Erhebung der Zahlen und deren Darstellung, sondern durch Weglassen. Wer die Macht darüber hat statistische Daten weg zu lassen hat demnach die Macht mit Statistik zu lügen.

Nun ist mittlerweile die Öffentlichkeit immer häufiger in der Lage die Lügen derer zu entlarven, die diese in die Welt setzen. Aus Vermutung wird Gewißheit. So kommt es, dass die Mächtigen allmählich Angst bekommen. Angst, weil sie stetig Umwahrheiten verbreiten (lassen) um der Bevölkerung vorzugaukeln es sei schon Alles in Ordnung. Oder, es sein nichts in Ordnung, die Kriminalität nähme Überhand.

Der Gedanke Handlungen und Vorhaben öffentlich zu machen schreckt alle, die Macht haben und ausüben:
Sie fürchten diejenigen, die so Kenntnis erhalten, könnten ihnen in die Suppe spucken. Daher sind Volksbegehren und Teilhabe durch Bürgerbeteiligung so 'unerwünscht'.

Die Brüsseler Entscheidung "whistleblower" einzuschränken ist ein treffendes Beispiel - obwohl das Vorhaben natürlich verschleiernd ganz anders benannt und begründet wurde
["Richtlinie über den Schutz der Geschäftsgeheimnisse"]

  • es wird suggeriert es gehe um Geschäftsgeheimnisse, wo doch die Unternehmen davor geschützt werden, dass ihre schmutzigen Geheimnisse veröffentlicht werden.

Dies ist freilich auch ein Beweis für die Angst der politischen Entscheider. Sie handeln, nicht nur in diesem Falle, abgesetzt vom Willen der Bevölkerungen, weil ihre eigene Beteiligung an krummen Geschäften so offenbar werden könnten. Wenn sie erst einmal im Amt sind nehmen sie das als Freibrief zu schalten und walten wie sie es für richtig halten. Allerdings stets nach dem Willen der Unternehmen und Konzerne, die als Förderer der politischen Kaste auftreten und damit Gegenleistungen erkaufen.

Zurück zur Statistik, zu Vertrauen und zu Mißtrauen ....
Nehmen wir einmal die Zahl der Todesfälle durch Mord, Totschlag und fahrlässige Tötung. Dies ist die Spitze der Kriminalität und jeder Bürger hat Angst davor, einem solchen Verbrechen zum Opfer zu fallen. Ist diese Angst tatsächlich gerechtfertigt?

[Quellen "de.statista.com" & "ec.europa.eu"; Abbildungen verändert n. Format und Ausschnitt]:

Gewaltkriminalität; Auszug: Gewalt gegen die Person
1

Mord in % nach Population des Tatortes
3

Mordfälle gesamt
2

Aus den vorliegenden Zahlen ist ein steter Rückgang [Beispiel: Mordfälle] erkennbar - genau das Gegenteil dessen, was die öffentliche Berichterstattung in den Medien angeht.

Die Zahlen sinken, die Furcht
vor Straftaten wird geschürt.
 

Es ist 50x so wahrscheinlich von einem Auto überfahren zu werden als einem Mord zum Opfer zu fallen - und wovor haben die Leute größere Angst? Natürlich vor dem Mord!
Diese Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Gefahr und der "gefühlten" Gefahr wird von der sogenannten "Obrigkeit" genutzt um eigene Handlungstransparenz möglichst weit nach unten und restriktive Ordnungsmaßnahmen immer höher zu schrauben.

Im nächsten Teil geht es um Gruppenkriminalität und Clan-Strukturen. Und um die Schwerpunkte der Kriminalität / Aufklärung nach Bundesländern und Großstädten.

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Sonntag, 17. April 2016
Revisited: Perspektive

.. die Wahlen sind frei, kostenlos,
manche sagen sogar, sie sind umsonst ..
[Volker Pispers]

Manchmal ist es eine gute Übung sich ein paar Kilometer vom eigenen Standort zu entfernen - entweder praktisch durch Reisen oder theoretisch durch rein gedankliches "Entschweben" .... und dann auf sich und die Umgebung zu schauen und sich zu fragen:

Was ist wirklich wichtig?

Der Wechsel der Perspektive ist erhellend. All die Kleinigkeiten und Kleinlichkeiten die - unter anderem hier und in wechselnder Intensität ebenso in anderen Blogs - diskutiert wurden, werden mit einem Schlag unbedeutend.

Während rund um uns die Welt zusammenbricht, ins Chaos stürzt, und wir von den Parteien, Regierungen, Mediengruppen und internationalen Produktionsgesellschaften belogen, betrogen und bestohlen werden, geht es in den Foren- und Blogdiskussionen um die sprichwörtlichen 'peanuts'.

Vernünftig hingegen wäre es, wenn der Aufwand sich zugunsten gemeinsamer Aktionen umleiten ließe:

  • Gegen die Tatenlosigkeit der Regierung hinsichtlich der Ausspähung durch die NSA und die Kumpanei der Nachrichtendienste mit genau diesen Rechtsbrechern;

  • Gegen die Aushebelung von demokratischen Entscheidungen und deren Ersatz durch Geheimverträge wie beispielsweise TTIP und die Einsetzung von Schiedsgerichten, die keinerlei nationaler und öffentlicher Kontrolle unterliegen;

  • Gegen die Einschränkung der Netzneutralität, die gerade Blogs extrem benachteiligen und den Zugang einschränken und verlangsamen würde;

  • Gegen die steigende Belastung der Lohnsteuerzahler bei gleichzeitiger Entlastung der Unternehmen und internationalen Konzerne, die keine Steuern mehr zahlen weil die Schlupflöcher nicht verstopft werden;

  • Gegen die zögerliche Entwicklung von Alternativen und die Perspektivlosigkeit im technischen Bereich jenseits der Auto- und Maschinenbauindustrie - hin zu einer Förderung der Informationstechnologie im Hard- und Softwaresektor.

Die Liste ließe sich erweitern, es gibt einfach zu viele Baustellen durch die Tatenlosigkeit der Regierungen seit Kohl, die uns in rechtlose Arbeitssklaven verwandelt haben .... aber es sind Bereiche, die uns alle betreffen, egal wo wir leben und Urlaub machen, ob in Wohnwagen, Wohnmobilen oder 'Steinhäusern'.

Die Regierungen Kohl CDU - CSU - FDP haben uns den €uro eingebrockt. Eine Währungsunion, mit der heißen Nadel gestrickt, von der die Unternehmen profitierten und die für die Verbraucher einen Preissprung und eine Entwertung ihrer (geringen) Guthaben brachten. Die Verbraucherpreise stiegen vor allem für den täglichen Bedarf, weil vielfach der Preis statt in DM in €uro umgewandelt wurde - und das statistische Bundesamt wollte uns jahrelang weismachen eine solche Steigerung habe nicht stattgefunden, obwohl wir es täglich bei Einkäufen spürten.

Die Regierungen Schröder, zusammengesetzt aus SPD und Grünen hat, in Person des Herrn Clement, die Arbeitnehmerrechte aufgehoben und den Weg für Zeitarbeit und prekäre Arbeitsverhältnisse freigemacht. Den Gipfel bildeten dann die Hartz-Reformen. Das hat die Verunsicherung der Arbeitnehmer weiter gefördert, denn dadurch wurden ihre Arbeitsbedingungen nochmals verschlechtert, wer nicht abstürzen wollte mußte die diktierten Arbeitsbedingungen hinnehmen.

.

.. Besonders deutlich wurde diese Haltung durch die Agenda 2010 in Deutschland, die aus einer Arbeitslosenunterstützung, die noch ein halbwegs würdiges Leben ermöglichte, Hartz-IV machte, das nur mehr das nackte Überleben gewährt und auch das nur unter ständiger Drangsalierung und Demütigung der Betroffenen. Aus anspruchsberechtigten Versicherten wurden EmpfängerInnen von Almosen, aus den Lebensstandard ansatzweise sichernden Leistungen Gnadenbrot. Ein Gnadenbrot, das nur dann gewährt wird, wenn sich die Empfänger völlig unterwerfen und andauernd beweisen, dass sie eh willig wären, jeden noch so schlechten Job anzunehmen, wenn es denn einen für sie gäbe ..

[Auszug aus: Europa, Kontinent der depressiven Greise]

Die "Koalition" will demnächst Hartz IV 'vereinfachen'. So recht koaliert hatte man bis dato kaum, eher gestritten und dann zähneknirschend auf das Ende der gemeinsamen Zeit geschielt, das Ende herbei gesehnt. Wie bekannt bedeutet 'vereinfachen' immer Verschärfung der Sanktionen und weitere Nachteile für die Betroffenen. Bei gleichzeitiger Ausweitung administrativer Prozesse. Kommuniziert wird selbstredend das genaue Gegenteil dessen was passieren soll.
Schließlich möchte kein Politiker riskieren bei der nächsten Runde, sprich Legislaturperiode, nicht mehr dabei zu sein.

Die Rentenküzungen, von der Kohl'schen Regierung begonnen, wurden weiter fortgesetzt und es wurde die nutzlose Riester-Variante eingeführt. Die, wie sich mittlerweile herausstellt, mehr kostet als sie den Versicherten jemals bringen wird.
Dosenpfand & Bundeswehreinsatz im Ausland waren die Kröten, die unter Mithilfe der Grünen dem Bürger ins Maul gestopft wurden.

Die Regierungen Merkel, mit CDU/CSU und FDP, später als große Koalition mit der SPD, haben an allen Fronten weiter Rechte abgebaut und trotz gegenteiliger Versprechen Steuern erhöht.
Erst die Mehrwertsteuer, dann Verbrauchssteuern auf Treibstoffe und Tabak, parallel dazu wurde die Steuerlast der Unternehmen weiter gesenkt.

Wir werden mit Billigung und unter Mithilfe der eigenen Regierung entgegen der gesetzlichen Regelungen von Auslandsdiensten (NSA etc.) ausgespäht, es wird abgewiegelt und wir werden belogen - zugegeben wird immer nur das, was die Presse bereits in Erfahrung gebracht hat.

Die gesamte Telekommunikation soll so reglementiert werden, dass die Freiheiten des Internets - Austausch von Informationen ohne staatlichen Einfluß - in sich zusammenfallen und wir wieder von der Regierung genehmen Medien berieselt werden sollen. Natürlich angeführt von amerikanischen Gesellschaften wie Kabel- und Medienbetreibern, das Geschäftsgebaren ist in den U.S.A. genau zu erkennen:
Immer weniger Leistung für immer mehr Geld.
Bei uns kommt dann noch die Zwangsabgabe für Radio/Fernsehen obendrauf.

Dazu: Nachdem die "Heuschrecken" in Gestalt von Hedge-Fonds schon vielerorts ganze Siedlungen aufgekauft haben und durch Umwandlung von öffentlichen in private Gesellschaften verteuerten, beginnen sie nun diese in teure Eigentums- oder Luxusmietwohnungen zu verwandeln. Diejenigen, die den "Betrieb" einer Stadt ermöglichen, die vielen Arbeiter und kleinen Angestellten, können es sich nicht mehr leisten da zu wohnen wo sie arbeiten.

Selbst Wasser und Straßenbau sollen "dem Markt" zugeführt werden, dadurch privatisiert und natürlich verteuert.
Wohin solche "Modelle" der Privatisierung führen können wir an den bereits bestehenden Fällen erkennen - sie waren stets mit höheren Kosten und weniger Rechtssicherheit für die Bürger verbunden.

Und nun sollen wir auch noch via EU durch die im geheimen verhandelten TTIP-Verträge gänzlich 'amerikanisiert' werden, indem die demokratischen Rechte an Schiedsgerichte und Konzerne abgegeben werden sollen, den Großkonzernen die Türen zur EU weit aufgestoßen werden. Fast zwei Drittel der EU-Bevölkerung will GLYPHOSAT, ein krebserregendes Pflanzenvernichtungsmittel das für das Bienensterben verantwortlich ist, nicht mehr haben. Die U.S.A. haben die weitere Benutzung wegen der Gefährlichkeit untersagt - und dennoch will die EU, angetrieben durch deutsche Politiker (!), dieses Teufelszeug für weitere sechs Jahre zulassen.

Das sogenannte "Tüpfelchen auf dem "I"" ist aber die schwarze Null des Finanzministers. Die Arbeitnehmer verarmt und die Gewinne der Eigner und Anleger steigert.

.
1
 

[Quelle]

Vom Trauerspiel um Griechenland, wo die Hilfsmilliarden sofort an Banken und nicht zur Verbesserung der Struktur verwendet werden, ganz zu schweigen. Auch in diesem Fall werden wir belogen: Es wird uns in der Presse und im Fernsehen vorgegaukelt die 'faulen' Griechen bekämen unser Geld - dabei geht es an die europäischen Großbanken. Bei den Griecehn kommen ganze 5% der gezahlten Beträge an.

Was wir in unserem Land brauchen ist ein Umdenken und "anders wählen"! Die letzten Regierungen haben stets viel versprochen und wenig gehalten - was sie gemacht haben richtete sich gegen die Interessen derer, die sie gewählt haben.

Abschließend möchte ich eine Frage in den Raum stellen:
Fühlen SIE sich durch die Politik, Politiker und unsere Regierung gerecht behandelt?

Wenn Sie mit "JA" antworten frage ich zurück:
Wie kann es sein, dass die Renten in den letzten 20 Jahren um 30% geschrumpft sind, während durch Steuerflucht von Großverdienern (Einzelpersonen wie Schumacher, Beckenbauer und Gesellschaften wie Springer, BMW, Banken und Versicherungen) Jahr für Jahr mehr als 100 Milliarden Steuern verloren gehen?
Sehen Sie jetzt, wer ihre Interessen verraten hat und immer noch verrät?
Daran ändert sich auch nichts wenn in diesem Jahr "Wahljahr" - merken Sie die Absicht? - die Renten etwas höher gesetzt werden. Die Ungerechtigkeit der Abschläge aus der Rentenreform wird dadurch nicht einmal teilweise kompensiert.

So.
Jetzt nur noch der Appell beim nächsten Mal die zu wählen, die von dem "Block" aus CDU/CSU/SPD/Grüne/FDP am meisten bekämpft werden: "Die Linke". Die sich in den vergangenen Jahren gewandelt hat und als einzige Partei Wirtschaftskompetenz vorweisen kann - das "Weiter so!" der Koalitionäre verschlimmert nur die Situation, am Ende wird eine Währungsreform stehen.
In der Partei "Die Linke" sind übrigens weniger alte SED-Genossen drin als in allen anderen Parteien prozentual sitzen .... gut getarnt, geschickt versteckt, von der Öffentlichkeit daher nicht bemerkt - und dazu werden Sie nie in den Medien etwas hören.

[Erstveröffentlichung August 2015; ergänzt & überarbeitet]

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