giant

Denkfehler: Wir halten uns für Riesen und sind doch nur Zwerge.

"Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.
Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit"

(George Orwell, 1984)



Samstag, 8. März 2014
Führende Wirtschaftsnation
*update* (23:00h)
.... in Europa soll die Bundesrepublik angeblich sein.

Schaut man sich die Regelungen für Zeitarbeit - weltweit - an, so entsteht ein anderer Eindruck: Ausgerechnet die Türkei hat eine der strengsten Regelungen gegen die Ausbeutung von Arbeitskraft durch Zeitarbeit.

Die Bundesrepublik liegt im Mittelfeld, in unmittelbarer Nachbarschaft von Chile, Griechenland, Österreich und Lettland.

Die Positionen von Neuseeland und Australien sind dagegen durchaus zu erklären:
Diese beiden Länder sind wegen der geringen Bevölkerungszahlen dringend auf ausländische Saisonarbeiter angewiesen, die andererseits wegen der "work-and-holiday"-Regelung davon profitieren ohne große Formalitäten dort zeitweise zu arbeiten, während sie diese Länder bereisen und (touristisch) erforschen.

Wenig verwunderlich, dass die U.S.A. mit zu den Ländern gehören, deren Regelungen zu den schwächsten überhaupt gehören - schon deswegen, weil dort die Zeitarbeit "erfunden" wurde [Manpower; ] und mittlerweile nicht nur dort, sondern auch von europäischen Anbietern [Randstad; Adecco] zur Perfektion in Sachen Arbeitnehmerausbeutung entwickelt wurde.
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Bildquelle & weiterführende Informationen: Temp Worker Regulations]
 
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
1
"click!" auf das Bild vergrößert ....
 ∙ ▪  ▪ ∙ 

*update*
Siehe hierzu auch einen Beitrag bei "telepolis", aus dem ich nachfolgend zitiere:
.. Dabei führt der Widerstand gegen den Mindestlohn einmal mehr vor Augen, dass das vielgelobte deutsche Wirtschaftswunder auf Dumpinglöhnen aufgebaut ist. Zudem sorgt es dafür, dass in der gesamten EU-Zone Niedriglöhne durchgesetzt werden. Diese Zusammenhänge sind seit Jahren bekannt, allerdings dringen sie nicht an den deutschen Stammtisch durch. ..

 

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"ROUNDUP" [Glyphosat; Monsanto]

Glyphosate (Roundup) and Kidney Disease

A heretofore inexplicable fatal, chronic kidney disease that has affected poor farming regions around the globe may be linked to the use of biochemical giant Monsanto's Roundup herbicide in areas with hard water, a new study has found.

The new study was published <http://www.mdpi.com/1660-4601/11/2/2125> in the International Journal of Environmental Research and Public Health.

Researchers suggest that Roundup, or glyphosate, becomes highly toxic to the kidney once mixed with"hard" water or metals like arsenic and cadmium that often exist naturally in the soil or are added via fertilizer. Hard water contains metals like calcium, magnesium, strontium, and iron, among others.
On its own, glyphosate is toxic, but not detrimental enough to eradicate kidney tissue.

The glyphosate molecule was patented as a herbicide by Monsanto in the early 1970s. The company soon brought glyphosate to market under the name "Roundup," which is now the most commonly used herbicide in the world.

The hypothesis helps explain a global rash of the mysterious, fatal Chronic Kidney Disease of Unknown etiology (CKDu) that has been found in rice paddy regions of northern Sri Lanka, for example, or in El Salvador, where CKDu is the second leading cause of death among males.

For the rest of the article, see:
rt.com

What's the connection to human population numbers? Well, the use of herbicides is quite relevant to the need to produce enough food for the world's growing population. Some herbicides may be completely inappropriate for use anywhere near human water
supplies.
Eine neue Studie hat festgestellt, dass eine bisher unerklärliche, tödlich verlaufende chronische Nierenerkrankungen, von der besonders arme Anbaugebiete rund um den Globus mit hartem Wasser betroffen sind, auf die Verwendung des Herbizids Roundup [Hersteller: Biochemieriese Monsanto] zurückzuführen sein könnten.

Die neue Studie wurde im "International Journal of Environmental Research and Public Health" veröffentlicht <http://www.mdpi.com/1660-4601/11/2/2125>.


Die Forscher vermuten, dass Roundup, Glyphosat, hoch toxisch auf die Nieren wirkt, sofern es mit mit "hartem" Wasser oder Metallen wie Arsen und Cadmium, die oft natürlich im Boden vorhanden sind oder
über Düngemittel zugesetzt werden. Hartes Wasser enthält, unter anderem, Metalle wie Calcium, Magnesium, Strontium und Eisen.
Glyphosat ist alleine schon giftig, aber nicht schädlich genug um Nierengewebe zu zerstören.

Das Glyphosat-Molekül wurde als Herbizid von Monsanto in den frühen 1970er Jahren patentiert. Das Unternehmen brachte bald Glyphosat unter dem Namen " Roundup" in den Markt, das jetzt das am häufigsten
verwendeten Herbizid in der Welt ist.

Die Hypothese hilft eine globale Welle der geheimnisvollen, fatalen "Chronic Kidney Disease unbekannter Ätiologie" (CKDu) zu erklären, die in Reisregionen im nördlichen Sri Lanka oder zum Beispiel in El Salvador gefunden werden, wo CKDu die zweithäufigste Todesursache bei Männern ist.

Den Rest des Artikels [in Englisch] finden Sie unter:

http://rt.com/news/monsanto-roundup-kidney-disease-921/

Wo ist die Verbindung zur Bevölkerungszahlen?
Nun, der Einsatz von Herbiziden ist durchaus relevant um genug Nahrung für die wachsende Weltbvevölkerung zu produzieren. Einige Herbizide könnten absolut ungeeignet für den Einsatz überall in der Nähe menschlicher Wasserversorgung sein.
[Originaltext Englisch per E-Mail; mit freundlicher Genehmigung. Übersetzung W.v.Sulecki]
Siehe hierzu auch:
laislafoundation.org

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Donnerstag, 27. Februar 2014
Wahrheit
Wir alle glauben ja fest daran im Besitz der Wahrheit zu sein - wer will schon zugeben, dass er die Wirklichkeit ein wenig beugt um sie den eigenen Vorurteilen anzugleichen? Wenn man lange genug daran arbeitet sich eine 'persönliche Wahrheit' anzueignen wird irgendwann der Moment kommen an dem man völlig vergißt was der Ausgangspunkt dieser selbstbestimmten Wahrheit war und welche Schritte nötig waren sie zu untermauern.
.. All unsere Aussagen über die Welt sind Theorien, die so lange als gültig angesehen werden können, bis eine neue Theorie mit größerer Erklärungskraft, die die Welt umfassender und genauer beschreiben kann, die weniger Widersprüche und größere Kongruenz mit anderen Theorien über die reale Welt aufweist, die Beschreibung der Welt verbessert ..
[Zitat]

Demnach gibt es also keine "absolute" Wahrheit, sondern lediglich kurzzeitige Annahmen WAS Wahrheit sei. Vor diesem Hintergrund ist unsere eigene Wahrheit eine von Vielen und hat den gleichen Anspruch, die gleiche Berechtigung, wie die Wahrheit unseres Mitmenschen - selbst wenn sich unsere Wahrheiten extrem unterscheiden.
Wenn Geheimdienste nach der Wahrheit über einen Menschen forschen um Gefahren von der Allgemeinheit abzuwenden streben sie danach Beweise zu finden die nach ihren Kriterien "wahr" sind und entweder Schuld oder Unschuld beweisen können. Was aber, wenn die Annahmen nicht genügend präzise sind, wenn sie von dem Wahrheitsempfinden der Suchenden selbst geprägt sind? Dann kann Jeder in das Raster fallen der nicht so 'funktioniert' wie es den aufgestellten Kriterien entspricht. Hier wird die Wahrheit zwar nicht wissentlich gebeugt, sie wird aber zur Absurdität, denn im Verständnis der Geheimdienste MUSS es Böse und Gute geben - wenn das nicht so wäre würden sie überflüssig sein.
.. Vergesst Geheimdienste als Instrumente zur Terrorabwehr. Diese sich selbst legitimierenden Apparate sind blind ..
[Zitat]

Warum schreibt Einer sowas? Weil er eine andere Wahrheit kennengelernt hat als er sie bei den Geheimdiensten durch ihr handeln identifiziert. Seine Wahrheit ist mir einleuchtender als die der Geheimdienste gerade wegen der Tatsache, dass die ihren Job an den Nagel hängen müßten wenn ihre Sicht der Wahrheit falsch ist.

Es gibt also nachvollziehbare Wahrheit und weniger wahrscheinliche Wahrheit - selbst wenn die Grundannahme stimmt, dass jede Wahrheit erstmal gleichberechtigt sei. Wahrheit muß einer Art "Plausibilitätsprüfung" standhalten - tut sie das nicht, so muß sie als irrelevante Variante verworfen werden.
.. „Sie, meine Herren, sind nicht mehr benötigt!“, ruft der Reichskanzler den sozialdemokratischen Abgeordneten zu. Und: „Sie meinen, dass Ihr Stern wieder aufgehen könnte! Meine Herren, der Stern Deutschland wird aufgehen und Ihrer wird sinken.“ ..
[Zitat]

In diesen Tagen ist man an die Rolle der Sozialdemokraten in der Weimarer Republik nach '33 erinnert: Ihre Wahrheiten waren nicht mehr gefragt - welche Parallele zu den Wahrheiten von heute, ich denke da an die Gabriel'schen Versuche die Position und personelle Konstellation - in lang andauernden, zähen Verhandlungen der CDU/CSU abgerungen - aufrecht zu halten:
Da ist er in der Rolle des letzten Sozialdemokraten der eine Abwehr des Hitler'schen Anspruchs auf allumfassende Kontrolle des Staates versuchte, Otto Wels, auf den die oben zitierte Passage aus Hitlers Rede anläßlich des "Ermächtigungsgesetzes" zielte.

Wahrheit hin oder her, die SPD wird IHRE Wahrheit gegen die Koalitionspartner nicht durchsetzen, denn deren Wahrheit wird in den Medien mit Vorrang behandelt - welcher Redakteur des 'öffentlich-rechtlichen' Medienimperiums will es sich mit den C-Parteien verscherzen und (wie geschehen) darüber seinen gut bezahlten und mit umfassenden Nebenleistungen ausgestatteten Job verlieren?

Wir leben in einer Welt voll von Parallel-Wahrheiten.
Suchen Sie sich, liebe Leser, ihre eigene Wahrheit aus.
Gewinnen, soviel ist sicher, wird aber die Wahrheit, die die Wahrheit der Macht ist. Instrumente dazu sind die Wahrheiten der Geheimdienste und Medien, die wiederum den Mächtigen zuarbeiten.

Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts wurde folgender Text verfaßt.
Bedauerlich aktuell, wie ich meine.
Auch eine unumstößliche Wahrheit über uns Deutsche ....
.. Die Deutschen sind so besonnene Realisten, dass alle ihre Wünsche und ihre hochfliegendsten Gedanken nicht über das kahle Leben hinausreichen. Und diese Wirklichkeit, nichts weiter, acceptiren die, welche sie beherrschen. ..
[Zitat: M. an R.; Kœln, im Mai 1843]
 ∙ ▪  ▪ ∙ 

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Mittwoch, 19. Februar 2014
"Politisch korrekt"
Ich esse gern Negerküsse.
Die bei mir - nach wie vor - "Negerküsse" heißen.
Nicht "Schaumküsse" oder sonstwie.

Ich weigere mich, alte Begriffe - in der Vergangenheit ohne jeden rassistischen Hintersinn geprägt - nur deswegen nicht mehr zu nutzen weil mir irgendwelche Leute das als "diskriminierend" verbieten wollen. Ich lasse mir keinen Maulkorb verpassen.

Ich finde es genauso affig, alte Straßennamen umzuwandeln, weil die ursprünglichen Namensgeber sich irgendetwas zu Schulden haben kommen lassen. Das war in der Vergangenheit. Wir sollten daraus für heute lernen genauer hinzusehen WER da für WAS geehrt wird. Mehr nicht.

Aber:
Nichts nur deswegen verändern weil wir heute mehr über Hintergründe wissen die damals nicht bekannt waren. "Wer vom Rathaus kommt ist klüger" lautet ein altes Sprichwort. Das heißt allerdings nicht, dass sich dadurch die Vergangenheit irgendwie ändert.

Die "politisch Korrekten" sind mittlerweile zu einer genauso großen Bedrohung der individuellen Freiheit geworden wie Kirchen, Sekten, Parteien, der Staat oder die Geheimdienste.

Es gäbe noch viele gleichartige Beispiele, liebe Leser, Sie kennen bestimmt welche. Ich fordere Sie auf dem Unsinn "politische Korrektheit" ein Ende zu setzen, sich zu widersetzen.

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Montag, 17. Februar 2014
Mensch gegen Natur ....
Nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik: "Die Energie eines abgeschlossenen Systems ist konstant." kann näherungsweise unser Planet als geschlossenes System angesehen werden. Es geht zwar nichts an Energie verloren, aber die Umwandlung von einer in die andere Form ist mit Verlusten verbunden. Das zumindest sagt der 2. Hauptsatz der Thermodynamik: "Thermische Energie ist nicht in beliebigem Maße in andere Energiearten umwandelbar." Irgendwo muß demnach der 'Rest', der nicht umgewandelt werden kann, bleiben. Wir benutzen Maschinen um unsere Welt zu gestalten. Alle Maschinen, selbst die mit hohem Wirkungsgrad, arbeiten mit Verlust.

Zusammengefaßt hat menschliches Wirken auf diesem Planeten also neben der erwünschten Komponente eine unerwünschte Komponente die über den Verlauf der Geschichte kumuliert - und genau die droht nun unseren Planeten und uns zu vernichten.

Wir sind bereits jenseits des "point of no return"* angekommen. Es gibt kein Entrinnen.

Eine Menge Bauwerke, die Menschen errichteten um "die Natur" zu bändigen - meist gelingt das ja auch - scheinen Sicherheit zu bieten. Allerdings nur für eine bestimmte Zeit - dann haben die 'Naturkräfte' (z.B.): Wind, Wasser, Eis und Sand in ihrer steten Arbeit gegen die menschlichen Konstruktionen gewonnen .... wenn uns nämlich die Energie ausgeht!

In einhundert Jahren, wenn wir alle, die wir jetzt leben, tot sind, werden diese Kräfte immer noch gegen das "Menschenwerk" arbeiten und schließlich unsere Spuren von diesem Planeten tilgen ....
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
*
Der Begriff kann auch so erklärt werden:
In einem biologischen System gibt es einen Zeitpunkt an dem selbst unter Einsatz aller erdenklichen Mittel eine Umkehr des ablaufenden Verfalls nicht mehr umgedreht werden können - das System bricht zusammen.
Beispiel "kippender See":
Das ökologische Gleichgewicht wird gestört und Arten werden vernichtet. Selbst deren Wiedereinbringung stellt das Gleichgewicht nicht wieder her, der See endet als 'totes Gewässer' ohne Leben. 

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Erinnerung
Es gibt Tage, die so 'hektisch' sind, dass es kaum gelingt einen klaren Gedanken zu fassen. Andererseits sind an vielen Tagen die Stunden zäh wie ein alter Braten: Man kaut darauf herum und es scheint nie weniger zu werden - die Stunden scheinen endlos, wollen nicht vorübergehen. Ich komme ins Grübeln.

Zum Beispiel über Erinnerung:
Manches Ereignis aus der Vergangenheit scheint klar und deutlich durch die Zeit, so, als ob es erst kürzlich passiert wäre. An andere Ereignisse erinnere ich nur schemenhaft, es will und will nicht gelingen sie ins Gedächtnis zurückzurufen.

Wahrscheinlich gibt es Gründe dafür. Sie müssen aus den Ereignissen selbst erklärbar sein. Nur ist es mir noch nicht gelungen ein Muster auszumachen, nach dem diese Mechanismen ablaufen. Ich kann keine Gemeinsamkeiten oder Verschiedenheiten finden, die mir ermöglichen würden das zu ordnen.
Aus dem Chaos wird im Individuum Ordnung
- zum Chaos strebt das Individuum hin.

Vertrackt, diese Sache mit der Erinnerung ....

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Literatur & "Literatur"kritik
Ist etwas Literatur nur weil der Text in Buchform erscheint?
Dieser Eindruck soll der staunenden Leserschaft wohl vermittelt werden. “Die Botschaft hör’ ich wohl – allein mir fehlt der Glaube!” [Goethe, Faust,(765)] kann ich da nur zitieren. Ebenso ist es kein Kriterium für Literatur dass die/der Schreiber/-in "Herzblut"(!) in das 'Werk' einfließen läßt oder der Inhalt 'herzergreifend' wäre oder weil eine schwere Kindheit und Jugend zu späteren Verwerfungen im Lebensweg führten ....

Sicher ist lediglich:
Ein "Buch" zu verfertigen erfordert Aufwand, Wissen und Ausdauer. Das Wissen beschränkt sich in diesem Fall auf die Gepflogenheiten der Branche und die technischen Voraussetzungen - was in der heutigen Zeit einige Verlage als 'Marktlücke' erkannt haben und deswegen als Service für (selbstverlegende) Autoren für ihre Erstlingswerke anbieten. Wohl nicht ganz uneigennützig, denn wenn sich Erfolg einstellt verdient der Velag ohne viel Aufwand mit ....

Was aber ist Erfolg?
Viel Aufmerksamkeit?
Die Zahl der engagierten Besprechungen in Weblogs?
Ein eigenes Weblog für das Pre-Marketing mit orakelhaften Andeutungen zum Inhalt die den Spannungsbogen bis zur Veröffentlichung herstellen sollen?

Diese Fragen beantworte ich allesamt mit "Nein!".
Es muß um den Inhalt, die literarische Form, und die Angemessenheit der Sprache gehen. Genügt ein "Werk" diesen Ansprüchen nicht, so ist es nichts wert.

Dennoch kann es als "Lehrstück" dafür dienen, wie heute Nicht-Leistung in Leistung umgemünzt wird indem die Kriterien verwässert und die Standards gesenkt werden.

Und noch etwas:
Es ist ein herrliches Thema für Schwafler, die die Gelegenheit nutzen 'ihr Mütchen zu kühlen' - selbst wenn sie, nach eigener Aussage, das "Werk" noch nicht einmal gelesen haben. Aber eine Meinung dazu hat der hätte-könnte-wäre-Blogger schon ....

Ich zitiere mich selbst:
.. ich .. halte Vieles, was dargelegt wird, für Fiktion - auf Basis einer intensiven Beschäftigung mit einschlägigen Fachveröffentlichungen. Wenn also etwas zu loben wäre, so ist es die Fertigkeit der Schreiberin sich Sekundärwissen anzueignen und es geschickt mit Tatsachen zu so zu verweben, dass sie selbst als "Phönix aus der Asche" dasteht ..
Dazu noch ein Fremdzitat:
.. Ich halte das Buch nicht für Literatur, auch nicht für schlechte Literatur. Ich teile auch nicht die Ansicht, das alles, was zwischen zwei Buchdeckeln steht, automatisch Literatur sei ..

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Donnerstag, 6. Februar 2014
Hat Joachim Gauck das Thema seiner Präsidentschaft gefunden?
Statt "Freiheit" jetzt "Krieg"?

"Deutschland, auf in die Welt!" titelt der SPIEGEL, bei der "WELT" heiß es "Bundespräsident Gauck spricht endlich Tacheles" und der FOCUS schreibt "Deutschland darf nicht mehr „Wegsehen“" - der abgehalfterte Tagesschausprecher Peter Hahne schließlich, schon öfter mit rechtem Gedankengut in Erscheinung getreten, tönt in der BILD-online-Ausgabe: "Pazifisten sind keine besseren Menschen!" und fährt fort: "Die Rede von Joachim Gauck vorgestern auf der Münchner Sicherheitskonferenz gehört zu den größten, die ein Bundespräsident je gehalten hat. Mitten in der Debatte um den Einsatz deutscher Soldaten in Mali fordert er mehr Engagement der Bundesrepublik in den Krisenherden der Welt."

Der Herr Bundespräsident ist doch von Haus aus Pfarrer. Kennt er nicht - wie sogar ich als Atheist - das fünfte Gebot "Du sollst nicht töten!"?

Ungenügend, setzen, Herr Bundespräsident!


Nun wird auch klar, warum Frau v.d. Leyen zur Verteidigungsministerin 'gekürt' wurde. Was zunächst völlig sinnfrei erschien bekommt Konturen:
Ihr Bestreben Kanzlerin zu werden ist übermächtig - daher wird sie alles daransetzen sich nützlich zu erweisen und ohne Zögern dergleichen Auslandseinsätze anordnen.
So wird sie denn auch von der "tagesschau" zitiert:
.. Gleichgültigkeit ist niemals eine Option, weder aus sicherheitspolitischer noch aus humanitärer Sicht", sagte von der Leyen weiter. Dies gelte auch für Deutschland.
"Als eine bedeutende Volkswirtschaft und als ein Land von erheblicher Größe" habe die Bundesrepublik "ein starkes Interesse an internationalem Frieden und Stabilität". Vor diesem Hintergrund sei die Bundesregierung bereit, "ihre internationale Verantwortung auszuweiten"
..
Hoppla!
Da war doch eine Forderung des U.S.-Präsidenten in seiner Berliner Rede?
Deutschland müsse sich als 'wichtige Nation' - so wie andere Nationen auch - an militärischen Interventionen rund um die Welt beteiligen um die U.S.A. in dieser Hinsicht zu entlasten .... das hat die Frau v.d. Leyen jetzt aber gut hergesagt. Fast wörtlich den U.S.-Präsidenten zitiert.

Eins mit zwei Sternchen, setzen, Frau v.d. Leyen!

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Als ehemaliger Soldat, Oberstleutnant d.R., bin ich entsetzt eine solche Forderung in einer Rede des Bundespräsidenten zu lesen. Der Eid, den ich damals geschworen habe, galt für eine Bundeswehr die der Gefahrenabwehr dienen sollte, nicht einem Angriff zugunsten von Kapital und Wirtschaft rund um die Welt. So, wie es von den Amerikanern seit Jahrzehnten vorexerziert wird.

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Freitag, 31. Januar 2014
Serie "Praxisqualität"
Zwar gab & gibt es eine Diskussion in der Öffentlichkeit zu den vermeidbaren Todesfällen im Krankenhausbereich, aber die Qualität der Medizin insgesamt, im sogenannten "Niedergelassenen Bereich", den Arztpraxen, ist selten Diskussionsgegenstand. Dabei ist gerade dort Vieles im Argen.

Ich werde also im Folgenen ein paar Gedanken zu den allgemeinen Bedingungen einer Arztpraxis darstellen und gern auch diskutieren, sofern Bedarf ist.

Mittlerweile sind vier (alle) Folgen veröffentlicht:
  • Empfang, Personal & Umgang mit den Patienten (Teil I)
  • Terminvergabe und -einhaltung, Wartezeit & Qualifikation des Personals (Teil II)
  • Rezeption, Ordination & Behandlungsplätze (Teil III)
  • IGeL-Zusatzleistungen, Nebengeschäfte, "kick-back"-Anhängsel (Teil IV)
[Die Reihe ist nun abgeschlossen.]

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Altern ....

 
 
[Frei übersetzt: Genieße das Leben - es hat ein Verfallsdatum.]
 
 
Gerade habe ich eine längere Reise [2.100 km] per Kfz hinter mir und wie es so schön im Volksmund heißt "Wenn einer eine Reise tut so kann er 'was erzählen!". Das bewahrheitet sich auch dieses Mal wieder.

Weil ich lange im Ausland war und nicht in Deutschland gefahren bin ist mir aufgefallen wie sehr sich der Verkehr auf den Autobahnen verlangsamt hat. Während früher die 'Schnellen' kurz hintereinander mit mehr als 200 km/h angebraust kamen beobachtet man sowas nur noch vereinzelt. Meine These dazu lautet: Wer ein "Dienst"-Kfz fährt und nicht selbst den Sprit kaufen muß rast von Termin zu Termin ohne nachzudenken.

Obwohl wir noch immer keine Höchstgeschwindigkeit als generelle Regel haben hat sich der Verkehrsfluß so etwa bei 130 km/h eingependelt - LKWs natürlich ausgenommen, die rollen dahin wie eh und je ....

Erfolg der staatlichen Appelle?
Eine Art freiwillige Selbsbeschränkung?
Zunehmende Vorsicht & Rücksicht der Fahrenden?
Einsicht in die Grenzen der Physik, die sich nicht ändern (lassen)?

Oder liegt es daran, daß immer mehr Fahrende immer älter sind, sich also der Altersdurchschnitt nach oben schiebt und weil das so ist betulicher gefahren wird? Ich hatte den Eindruck das ist der Grund.

Je älter die Leute sind desto klarer steht ihnen die Endlichkeit (im Bild oben "Verfallsdatum") des Lebens vor Augen. Ein guter Grund das Schicksal nicht herauszufordern und kein Risiko beim Autofahren einzugehen.

PS
So richtig entspannt ist es auf französischen und spanischen Autobahnen. Wenn das der Effekt einer Maut sein sollte wäre ich dafür das auch bei uns einzuführen - nicht des Geldes wegen, das eingenommen werden könnte, nein, nur wegen des streßfreien Fahrens.

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Samstag, 18. Januar 2014
Geld im Überfluß .?!
[18012014-b0f9a]Die Bundesanstalt, ach nein, die heißt jetzt ja "Bundesagentur für Arbeit", hat Geld im Überfluß.
 
WIE? höre ich Sie fragen, die klagen doch immer über zu wenig Finanzen und kürzen den Hartz-IV-lern sobald die sich mucken sogar das Existenzminimum weg ...?

Tja, ist aber wahr, denn die schalten TV-Werbung bei SAT 1. Habe ich mit eigenen Augen heute gestern 20:48h gesehen. Untermalt von dem Liedchen "Wenn nicht jetzt wann dann."

6.000 € pro Tag sind nicht die Welt, aber warum muß die Bundesagentur Werbung schalten wenn die Arbeitssuchenden - sozusagen zwangsweise - auf jeden Fall dort vorstellig werden müssen?

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Montag, 13. Januar 2014
GLASHAUS 1+2
| Teil 1 |
   
Eine Sprache wie ein sogenannter "Muttersprachler" zu beherrschen dauert so lange, bis der Lernende die sprachtypischen idiomatischen Begriffe*/** korrekt einzusetzen weiß. Während sich der Anfänger noch mit einzelnen Vokabeln und Grammatikregeln abmüht nutzt der Fortgeschrittene schon Redewendungen. Aber erst der, der in das 'Mutterland' der neu erlernten Sprache eintaucht, wird es irgendwann fertigbringen diese Feinheiten nuanciert und balanciert zu gebrauchen.
[11012014-glashaus]
   
[Quelle; Bild: raymortim]
In der Abbildung wird eine Erklärung dafür aufgeführt wie die Redewendung zustande gekommen sein soll. Das scheint mir aber nicht die einzige Möglichkeit zu sein. Als ich kürzlich einige Videos vom CCC-Kongreß ansah fiel es mir mitten in dem Vortrag von Professor Joachim Scharloth, Angewandte Linguistik, wie Schuppen von den Augen:

Da war sie, die Erklärung für die Redewendung ....

| Teil 2 |

Wie oben bereits erwähnt habe ich mir verschiedene Vorträge angesehen die während des CCC-Kongresses gehalten wurden. Besonders interessant & aufschlußreich fand ich den Vortrag von Pro­fes­sor Scharloth zum Thema "Überwachen und Sprache".
Der Grund dafür war, dass es mir wie Schuppen von den Augen fiel:
Was auch immer an Kommunikation abläuft wird durch die völlig zufälligen und einer unbekannten Logik folgenden Suchkriterien schlussendlich "verdächtig" sein!
Doch der Reihe nach. Im Vortrag benutzte Prof. Scharloth ein eindrucksvolles Beispiel für den Verlust unserer Privatsphäre:
Das Beispiel ist eine Kindergeschichte von einem ungehorsamen, aufsässigen Mädchen, das fortan - für alle Vorübergehenden ständig sichtbar - in einem Glashaus* leben soll um es so zur 'Besserung' zu zwingen [Video: ab 00:40 min.].
Das Kind in der Geschichte - unter ständiger Beobachtung wie wir Alle - ändert schließlich sein Verhalten um nicht mehr weiter beobachtet zu werden. Darin liegt der Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit:
Während sich in der Glashaus-Geschichte die Gaffer nicht mehr für das Kind interessieren als es sich 'gesittet' und 'konform' verhält werden wir Alle weiter durch die Geheimdienste ausgespäht. Es reicht also nicht sich (in vorauseilendem Gehorsam, vorsorglich) "wohl zu verhalten". Solange die Kriterien, nach denen die Suche nach "Staatsfeinden" abläuft, nicht bekannt sind, können wir uns IRGENDWIE verhalten und sind doch immer verdächtig.

Meine These ist daher:
Egal nach welchen Worten gesucht wird - es kommt am Ende immer ein
Verdacht heraus. Das erklärt warum die mit wirklichkeitsfremden Scheuklappen herumlaufenden Dienste sich trotz irrationalen Ansatzes in ihrer Vorgehensweise bestätigt sehen.
Sinnlose Kriterien werden zu sinnlosen Verdächtigungen
- und zu ständiger Beschäftigung für und Joberhaltung von Geheimdiensten.
Professor Scharloth allerdings sieht in der Zufälligkeit der Kriterien nicht die schlimmste Bedrohung, sondern, wie er mir auf meine Frage per E-Mail schrieb, WIE wir sicherstellen könnten, dass ".. das Geheime und .. jene Orte, wo wir es dulden und für sinnvoll halten, und .. jene Orte, die sich öffentlicher Kontrolle nicht entziehen dürfen .." klar definieren und politisch durchsetzen werden.

PS
Um auf den ersten Teil zurück zu kommen:
Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Sinnspruch "Wer im Glashaus*** sitzt ..."
sich von dieser vorgestellten Kindergeschichte herleitet.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[11012014-glashaus]   [11012014-glashaus]   [11012014-glashaus]
  
[Quelle]
   

  * Phraseologismus
 ** Idiom (Spracheigentümlichkeit)

*** Der vollständige Text ist unter diesem LINK zu finden.

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25.03.14 14:29
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Mr.Yoda, 08.03.14 09:48
"ROUNDUP" [Glyphosat; Monsanto] Glyphosate (Roundup) and Kidney Disease A heretofore inexplicable fatal, chronic kidney disease...
Mr.Yoda, 08.03.14 09:35
womit wir uns wieder mal einig wären ;)
wilhelm peter, 28.02.14 08:02
So ein Thema gilt es meiner Auffassung nach nur 'anzureißen' - um es einfach...
Mr.Yoda, 28.02.14 01:23
die wahrheit ist eine unerreichbare zielvorstellung und ein hohes philosophisches kriterium was unter diesem...
wilhelm peter, 28.02.14 00:05
Wahrheit Wir alle glauben ja fest daran im Besitz der Wahrheit zu sein - wer...
Mr.Yoda, 27.02.14 23:22
"Politisch korrekt" Ich esse gern Negerküsse. Die bei mir - nach wie vor - "Negerküsse"...
Mr.Yoda, 19.02.14 23:27
In jedes literarische Werk fließt die Persönlichkeit der / des Autor/-in/-s ein - das...
Mr.Yoda, 17.02.14 11:09
erstmal die unterscheidung sachbuch belletristik ersteres hab ich früher geschrieben zweiteres heute das allentscheidende...
wilhelm peter, 17.02.14 02:08
Mensch gegen Natur .... Nach dem 1. Hauptsatz der Thermodynamik: "Die Energie eines abgeschlossenen Systems...
Mr.Yoda, 17.02.14 01:27
Erinnerung Es gibt Tage, die so 'hektisch' sind, dass es kaum gelingt einen klaren Gedanken...
Mr.Yoda, 17.02.14 01:22
Literatur & "Literatur"kritik Ist etwas Literatur nur weil der Text in Buchform erscheint? Dieser Eindruck...
Mr.Yoda, 17.02.14 01:20
Hat Joachim Gauck das Thema seiner Präsidentschaft gefunden? Statt "Freiheit" jetzt "Krieg"? "Deutschland, auf in...
Mr.Yoda, 06.02.14 12:28
Serie "Praxisqualität" Zwar gab & gibt es eine Diskussion in der Öffentlichkeit zu den vermeidbaren...
Mr.Yoda, 01.02.14 10:42
Altern ....    [Frei übersetzt: Genieße das Leben - es hat ein Verfallsdatum.]    Gerade...
Mr.Yoda, 31.01.14 00:59
Freut mich, wenn ich eine Anregung liefern konnte. Ich war selbst von der Grundidee...
Mr.Yoda, 19.01.14 15:56



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